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eigenthum deſſelben auf Einmal, aſſo in großen Maſſen
zu bezahlen, dringt es ihm ſeine Produkte in dem Preiſe des Aug enblicks ab, hindert ihn alſo, den oͤkonomiſtiſchen Preis(Naz. Oekon. 1. B. S. 57.) abzuwarten.
Staatsauflagen ſind Verminderung des Privateigen⸗ thums, ohne augenblicklich fuͤhlbaren Genuß, alſo immer
mit einer herben Empfindung begleitet. Eben deswegen
wird nur der hochbeſonnene Hauswirth den zu deren Be⸗ richtigung erforderlichen Kapitalſtoff von dem Ertrage ſeiner
Produkzion zuruͤcklegen.
Das iſt aber bey weitem nicht die groͤßte Klaſſe der Kon⸗ tribuenten; die uͤbrigen wird die Zahlung der Auflage in Maſſe ſtets uͤberraſchen.
Eine nazional oͤkonomiſtiſche Finanzverwaltung muß ſich alſo von der Pedanterey des jaͤhrlichen Regieweſens, die alles gegen ſich, und nichts als das Herkommen fuͤr ſich hat, losreiſſen, wenn ſie dem Prinzip der Nazional⸗Oeko⸗ mie getreu bleiben will. Sie muß einnehmen, wiie ſie aus⸗ giebt, und ausgeben, wie ſie einnimmt.
549.
3. Iſt dem Verrechnungsweſen dadurch alle Klarheit der Ueberſicht entzogen worden daß man die Einnah⸗ me und Ausgabe in eine Klaſſe warf, einer Adminiſtrazion vertrauete.
Nur getrennt iſt jene klare augenblickliche Ueberſicht
moͤglich. Wenn die Regierung die Regie der Einnah⸗
me einer, und die der Ausgabe einer andern, gaͤnz⸗ lich abgeſonderten Behoͤrde uͤbergiebt, wenn ſie dieſe zwey threr Natur nach gaͤnzlich getrennten und abgeſonderten Oeko⸗ nomieoperazionen gaͤnzlich getrennt erhaͤlt, nur dann kann ſie ſich eine klare, ſtete, augenblickliche Ueberſicht ver⸗ ſprechen. 550.
Durch die Realiſirung dieſer Ideen wird ein bedeuten⸗
der Theil der Nachtheile der eigenen Staatsadminiſtrazion


