3 4 4 G 1——
Ideen richtig, die offenbar falſche Reſultate geben, ſo bald
das Siegel gebrochen iſt.
Der Kalkuͤl der Phyſiokraten war folgender: der Urſtoff bringt unmittel⸗ oder mittelbar alles wirkliche Nazionalvermoͤ⸗ gen zur Erſcheinung, es iſt alſo richtiger und zweckmaͤßiger, daß der Staat den Antheil, den er bedarf und der ihm gebuͤhrt, ſogleich am Urſprunge nehme. So weit treffen ſie mit ihren Vorgaͤngern zuſammen; es iſt aber, urtheilen ſie weiter, nicht gerecht, daß er ihn vom rohen(bruto) Ertrage des Urſtoffs nehme, er darf ihn nur vom reinen Ertrage, alſo nach Abzug des Aufwands an Kapitalſtoffe und Produktif⸗ kraft nehmen, und in ſo weit nahten ſie ſich wieder dem Nazional⸗Oekonomieprinzip.
Die Territorialauflage ſollte alſo, ihrem Syſteme ge⸗ maͤß, zwar nicht den Urſtoff, aber die Urprodukte und einzig dieſe, jedoch auch dieſe nur in ihrer Eigenſchaft
als Kapiralſtoff treffen.
Die Urprodukte— ſo ſchloſſen ſie— ſind die unentbehr⸗ lichſten; alſo ihr Werth abſolut. Der Landbauer wird
natuͤrlich die Summe der Auflage zu dem Preis ſeines Ur⸗
werden dieſen Preis ihrem oͤkonomiſtiſchen Produktifkrafts⸗ werth hinzufuͤgen; das induſtrielle Produkt wird alſo die Ter⸗ ritorialauflagen mit bezahlen, der Staat wird alſo ſeinen gebuͤhrenden Antheil von jedem Produkt, alſo am geſammten
Nazionalvermoͤgen erhalten.
529. So weit die Phyſiokraten. Ihr Raiſonnement waͤre allerdings richtig, wenn der Staat hiernach dasjenige, was ihm gebuͤhrt, da und ſo er— hielte, wo und wie es ihm gebuͤhrt; denn er darf ſich den ihm gebuͤhrenden Theil des Nazionalvermoͤgens nur da und
ſo zueignen, daß das Prinzip der Nazional⸗Oekonomie nicht verlezt werde.
produkts ſchlagen; der induſtrielle und kommerzielle Produzent
Pramt aſca V nau
= S
hafts


