Teil eines Werkes 
Vierter Band (1810) Lehrbuch der Nazional-Oekonomie / von Julius Gr. v. Soden
Entstehung
Einzelbild herunterladen

l?

P 17

34.

Der bey weitem groͤßere Theil des Materials enthaͤlt an ſich kein Genuß⸗Mittel, d. h. kann in dem natuͤrlichen, in dem Ur⸗Zuſtande nicht genoſſen werden; er muß alſo erſt zum Genuſſe brauchbar gemacht, verarbeitet werden. Ohne dieſe Verarbeitung iſt Vollkommenheit nicht moͤglich.

Dieſe fordert alſo nebſt dem Stoffe, P rodukzions⸗ kraft. Dieß ſind alſo die Theile, womit die Nazional⸗ Oekonomie ſich beſchaͤftigt. 8

Stoff und Produkzions⸗Kraft zuſammen, kann man dann Vermoͤgen nennen.

35- Eine Nazion alſo, die Stoff und Produktifkraft beſitzt, hat Nazional⸗Vermoͤgen. 36. Die Produkzions⸗Kraft iſt Beſtandtheil des Vermoͤ⸗ gens. Ohne Vermoͤgen iſt kein Sta at denkbar. Im Staat muß aber eine doppelte Produkzions⸗Kraft vorhanden ſeyn. Die Produkzions⸗Kraft der Nazio⸗ nal⸗Geſammtheit, welche dieſe durch die Staats⸗ Form und Verwaltung ausuͤbt, und die ſich darin aͤußert, wenn die Staats⸗Form und die Staats⸗Adminiſtrazion die Geſetze der Nazional⸗Oekonomie reſpektiren(Z. 15.). Die Produktif⸗Kraft der einzelnen Nazional⸗Glieder. 37. Die Nazional⸗Oekonomiſtiſche Produktif⸗Kraft der

Nazional⸗Geſammtheit, iſt groͤßtentheils nur paſſif;

die Produktifkraft der Nazional⸗Glieder, ſtets aktif. 38.

Die verſchiedenen Gattungen des Stoffs ſind der Ge⸗ genſtand des zweyten Buchs; hier muß nur ſo viel antizipirt werden, daß er entweder 4

I. Ur⸗Stoff, oder II. Produkt⸗Stoff iſt.