Teil eines Werkes 
Vierter Band (1810) Lehrbuch der Nazional-Oekonomie / von Julius Gr. v. Soden
Entstehung
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b. In Abſicht der, dieſem gegruͤndeten Verhaͤltniſſe gemaͤß, anzunehmenden Staats⸗ Adminiſtrazions⸗Form. Der Staats⸗Wiſſenſchaft iſt alſo der Wohlſtand, die Genuß⸗Vollkommenheit der einzelnen Staats⸗ Glieder, an 1 ſich ganz fremd. Sie beſchaͤftigt ſich ausſchließend mit den Mitteln, jenen Verein zu Einem Zweck zu gruͤnden, und zu V erhalten; und da dieſer Zweck in aͤußerer und innerer Sicherheit,

ſe deth

d. h. im ſichern Genuß der geſellſchaftlichen Vortheile u

beſteht, ſo hat auch die Staats⸗Wiſſenſchaft mit der phyſiſchen ſä g

Genuß⸗Vollkommenheit der einzelnen Geſellſchafts⸗Glieder f t

nichts zu thun. a 26. 8

Die Staats⸗Haushaltung(vorhin Staats⸗Wirth⸗ i 1

ſchaft genannt Z. 4.) hat nur mit der Beſtimmung der wech⸗

ſelſeitigen Rechte und Pflichten der Geſellſchafts⸗d. h. n

Staats⸗Glieder zu thun, damit jedes die geſellſcha ftlichen 4

Vortheile nach dem in der Staats⸗Form liegenden hoͤchſt moͤglichen Grade genieße, und mit der Bewachung und Be⸗ V wahrung derſelben.

nalu

Auch ihr iſt alſo die Genuß⸗ Vollkommenheit der einzelnen kinn Geſellſchafts⸗(Staats⸗) Glieder ganz fremd. V

Die Nazional⸗Oekonomie dagegen hat die Genuß⸗ V daus

Vollkommenheit des einzelnen Geſellſchafts⸗(Staats⸗) Glieds zum einzigen ausſchließenden Gegenſtande.

Da das Geſellſchafts⸗Glied mit dem Zweck dieſer ku Genuß⸗Vollkommenheit in den Staats⸗Verein trit, ſo gehoͤrt ſie der Menſchheit an; die Nazional⸗Oekonomie iſt alſo eine

daöiue

D eigene, ſie iſt die hoͤchſte und Grund⸗ Wiſſenſchaft der 3. lüih geſammten Staats⸗Kunde. h

Die Nazional⸗Oekonomie fordert alſo ein 1. daß, welches auch immer die gewaͤhlte Staats⸗Verfaſ⸗ V Kar ſungs⸗ und Staats⸗ Adminiſtrazions⸗Form ſey, ſie ihre ſ Geſetze nicht verletze, alſo den freyen Spielraum des fin

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