Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1785)
Entstehung
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188 Achtzehnte Abhandlung.

welche in gewiſſen Faͤllen feſte Koͤrper bildet. Verbindet ſich alſo die im Waſſer der Atmoſphaͤre aufgeloͤſte Luft im Zellgewebe mit dem Lichte und allen andern Elementen der Pflanze, wird ferner das Brennbare dieſer fixen Luft in den Organen der Pflanze wirklich niedergeſchlagen, und bleibt dieſer Niederſchlag in ihr zuruͤck, wie man ge⸗ wahr wird, weil dieſe fixe Luft als dephlogiſtiſirte aus den Pflanzen heraustritt: ſo iſt offenbar, daß die in der Pflanze mit dem Lichte verbundene fixe Luft, darin eine Macerie abſetzt, die nicht darin ſeyn wuͤrde, welches mei⸗ ne Verſuche uͤber die Bleichſucht hinreichend beweiſen.

Hier folgen einige Analogien, welche dieſe Gedanken beſtaͤtigen. 1) Die Natur des Safts, der durch die Wurzeln bis zur Spitze der Blaͤtter ſteigt, iſt von dieſer Fluͤſſigkeit gaͤnzlich verſchieden, wenn er im Zellgewebe der Blaͤtter verarbeitet worden, und wenn er die im Waſ⸗

ſer der Atmoſphaͤre aufgeloͤſte ſixe Luft und die Koͤrperchen

des Lichts angenommen hat. Statt einer waͤßrigen, durchſichtigen, faſt ganz geſchmackloſen Feuchtigkeit erhaͤlt men ſehr ſeifenartige, oͤlichte ꝛc. Saͤfte. Man weiß aber, daß die fixe Luft die Oele verdickt und ihr Ranzigwerden verhindert, ferner, daß das Licht die Vegetabilien gruͤn faͤrbt, und endlich, daß die Saͤuren die Oele in Harz verwandeln.

2) Baͤume, welche in reinem Waſſer vegetirt ha⸗ ben, geben bei chemiſcher Zerlegung dieſelben Reſultate, wie in der Erde gewachſene. Woher ruͤhrt alſo dieſe Aehnlichkeit der Produkte mit der ſcheinbaren Verſchie⸗ denheit der naͤhrenden Urſachen? Daher, weil die Ma⸗ terien, welche dieſe Pflanzen durch ihre Blaͤtter aus der Atmoſphaͤre und dem ichte eingeſogen haben, den be⸗ traͤchtlichſten Theil ihrer Nahrung ausmachen; woraus alſo offenbar folgt, daß weil ihre Nahrungsmittel die naͤmlichen waren, die Verbindung, in welche ſie kommen

muͤſſen, ſich auch aͤhneln muß. 3) Bei