Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1785)
Entstehung
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178 Achtzehnte Abhandlung.

und Abends aus den Blaͤttern ausſchwitzt, und manch⸗ mahl gummicht, manchmahl aber harzicht iſt. Die Aus⸗ duͤnſtung des Diptams(Fraxinelle) iſt eine harzige Sub⸗ ſtanz; die Pomeranzenbaume geben eine Art von Manna.

Die Feuchtigkeit, welche man auf den Blaͤttern wahr⸗ nimmt, iſt bisweilen ſchmierig und klebrig. Die Druͤ⸗ ſen der Blaͤtter ſchließen einen harzigen Saft ein, welches man beſonders an den Fichten bemerkt.

Aber noch mehr iſt, daß das Zellgewebe der Rinde die naͤmlichen Erſcheinungen darbietet; wenigſtens befin⸗ det ſich in den gehoͤrigen Gefaͤßen, welche das Zellgewebe bedeckt oder von denen es bedeckt wird, immer in großer Menge ein fluͤſſiges Harz, als wie bei dem gemeinen Wachol⸗ der(Juniperus communi? Linn. Le Genevrier), dem Weirauchwacholder(Juniperus thurifera Linm. Le San- darac) und der Pechtanne(Qinus picea Linn. Le Picea); bei denen es zwiſchen dem Zellgewebe und dem Holze ſei⸗ nen Sitz hat, und auch von da ausfließt. Der Terpen⸗ tin von der Tanne dringt unmittelbar unter dem Ober⸗ haͤutchen, und jener von der Fichte, aus der Rinde ſelbſt hervor. Kurz, dieſes Harz iſt zur Vegetation des Baums unumgaͤnglich nothwendig; denn die Baͤume, denen man durch Einſchnitte das Harz abzapft, nehmen nicht weiter zu, weil ihnen ihre Huͤlfsquellen abgeleitet worden.

Dieſe Saͤfte ſind alſo im Zellgewebe und in der

Frucht im Umlauf. Andreas Royen hat dieſen Um⸗ lauf im Pflaͤnzchen der Schellwurz(Chelidonium maius Liun. La Chélidoine) erwieſen, woruͤber ſeine Anatomia et Oeconomia plantarum nachzuleſen iſt. Es iſt gewiß, daß wenn kein Umlauf waͤre, die Saͤfte in den Pflanzen ſtocken und verderben wuͤrden. Hr. Bonnet hat gezeigt, daß Ein Blatt, das ins Waſſer getaucht war, deren viele, die außerm Waſſer waren, ernaͤhren konnte, und der Abt Corti hat einen genauen Umlauf der Saͤfte im

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