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Vom Einfluſſe des Sonnenlichts ꝛc. 177
Man kann alſo das Zellgewebe als den Magen der Pflanze anſehen: die Saſtgefäͤße endigen ſich darinnen. Die uftgeſaͤße ſind darin befindlich. Die Materie, welche verdauet werden ſoll, befindet ſich im Uebermaaße darin, und der zur Ernaͤhrung der andern Theile beſtimmte Nahrungsſaft auch zum Theil. Aber die Luftgefaße und die Schweißloͤcherchen ſind die ausfuͤhrenden Gefaͤße, welche die Pflanze von den uͤberfluͤßigen Saͤften entledi⸗ gen. Zowiſchen dem Zellgewebe der Blaͤtter und dem Zellgewebe der Rinde mache ich hier keinen Unterſchied, weil alle beide gleiche Erſcheinungen darſtellen, und man ſie fuͤr das naͤmliche Organ nehmen kann. Die Blaͤtter laſſen ſich als eine Verlaͤngerung der Rinde, des Zellge⸗ webes und der andern Theile des Zweiges, betrachten; es iſt wahr, daß die Blaftter noch mehr verbinden, aber ſie halten mehr Zellgewebe in ſich, und es iſt fuͤglicher angebracht, um den Eindruck des Lichts und der in den Duͤnſten der Atmoſphaͤre enthaltenen fixen Luft zu em⸗ pfangen.
Merkwuͤrdig iſt der Umſtand, daß dieſe Materie des Zellgewebes, wenn ſie in einem Theile des Blattes zer⸗ ſtoͤrt worden, nicht weiter erzeugt wird; weil ohne Zwei⸗ fel die zur Reproduktion dieſes Theils nothwendige Organi⸗ ſation nebſt der daraus entſtehenden Materie zerſtoͤrt wor⸗ den. Aber man bemerkt auch durchgehends, daß dieſe Materie des Zellgewebes unter den naͤmlichen Umſtaͤnden die namlichen Reſultate gibt; denn die Wurzeln werden gruͤn, ſobald ſie dem Lichte ausgeſetzt ſind.
Kurz, es treten eine Menge Verſuche zuſammen, welche dieſe Zubereitung in den Blaͤttern darthun. Viele Blitter, als wie die vom Ahornbaume, treiben eine ho⸗ nigſuͤße Feuchtigkeit aus, auf den Lerchenbaͤumen findet ſich die Manna, und auf den Ciſtroͤschen(Ciſtus ladani- ferus Linn. Le Ciſte) das Ladanumgummi. Der Ho⸗ nigthau iſt eine ſuͤßliche Materie, welcher des Morgens
Senebier 3. Th. M und


