Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1785)
Entstehung
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Vom Einfluſſe des Sonnenlichts ꝛc. 179

Armleuchter(Chara) wahrgenommen. Uebrigens ver⸗ ſtehe ich unter dem Worte Umlauf(circulation) nicht etwan eine dem Kreislaufe des Bluts in den Thieren glei⸗ che Bewegung, ſondern es iſt mir genug, wenn man zu⸗ geſteht, daß der aus der Luft eingeſogene Saft zur Wurzel herab und der aus den Wurzeln zu den Blaͤttern auſſtei⸗ gen koͤnne.

Indem die Beſtimmung der Samenblaͤtter uns die⸗ ſen Umlauf beſtaͤtigt, ſo lehrt ſie auch den Gebrauch der uͤbrigen abſondernden und ausfuͤhrenden Gefaͤße. Dies ſind naͤhrende, mit einem harzigen Saſte angefuͤllte, Blaͤtter. Dieſer harzige Saft iſt in dieſen Blaͤttern reichlicher, als in den andern vorhanden, weil das Leben der Pfianze dieſen beiden Blaͤttern anvertraut iſt, auch iſt er darin fluͤſſiger, weil die Organen des Pflaͤnzchens haͤrter ſind. Dieſe Saͤfte ſind ſehr fluͤſſig, welches man gewahr wird, wenn man dieſe Blaͤtter zerreißt. Es folgt hieraus, daß die Pflanzen, von denen man dieſe Blaͤtter abreißt, eingehen, oder daß, wenn man ſie auch rettet, welches doch etwas Seltenes iſt, die Pflan⸗ ze doch den Verluſt ihrer Saͤugammen fuͤhlt, ſie bleibt unzeitig, und man merkt es ihr das ganze Leben hindurch an, daß ihr dieſe zu ihrer Entwickelung nothwendige Zu⸗ bereitung geſehlt habe, eine Bemerkung, die Hr. Bon⸗ net an den Schminkbohnenpflanzen gemacht hat. Es pflegen auch dieſe Blaͤtter abzufallen, wenn die andern bervorbrechen. Sonach gehen Pflanzen, die man ihrer Blaͤtter ſorgfaͤltig beraubt hat, bald ein, und ſolche, die man abblaͤttert, als wie die Maulbeerbaͤume, fuͤhlen dieſe Behandlung.

Sollte nicht in dem Zellgewebe der Blaͤtter ein Nah⸗ rungsſaft bereitet werden, und dieſe letzte Zubereitung zur Befruchtung weſentlich nothwendig ſeyn?

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