20 Siebende Abhandlung.
ſich aus der gruͤnen Tinktur niederſchlaͤgt. Der Wein⸗
geiſt, als eins von den vegetabiliſchen, und zwar phlogi⸗
ſtiſirten, Produkten, muß mit der Vitriolſaͤure Reſultate geben, die mit denen, welche die gruͤne Pflanzentinktur gibt, Analogie haben.
20. Von der Vermiſchung der gruͤnen, am Lichte
gelbgewordenen, Tinktur, wie auch der gelben
Tinktur aus den bleichſuͤchtigen und trocknen Pflanzen, mit den Saͤuren und den Laugenſalzen.
Vitriolſaͤure in eine vom Lichte entfaͤrbte gruͤne Tink⸗ tur gegoſſen, erregt darin ein heftiges Aufbrauſen. Das Gemiſch wird alsdann roth, und es kommt ein weißer
Niederſchlag zum Vorſchein, der jenem aus der gruͤnen Tinktur, wenn ſie mit der Vitriolſaͤure vermiſcht iſt, aͤhnlich iſt. Indeß nimmt man doch eine braune Mate⸗ rie wahr, die oben auf dem Niederſchlage ſchwimmt, ſich aber bald voͤllig niederſchlaͤgt, wenn man viel Waſſer zum Gemenge gießt. Dieſe Materie faͤrbt den Niederſchlag ſchwarz.
Gießt man Vitriolſaͤure auf eine gelbe Tinktur aus trocknen Blaͤttern, ſo bekoͤmmt das Gemiſch eine roͤthliche Farbe; der Niederſchlag iſt ſelenitiſch und nimmt zu, wenn man zu dem Gemiſch viel Waſſer gießt; wird aber dann ſchwarz.
Gießt man zu einer Tinktur aus bleichſuͤchtigen Blaͤt⸗ tern Vitriolſaͤure; ſo erhaͤlt man die naͤmlichen Reſultate. Nur das bemerke ich, daß des Niederſchlages aus der Tinktur von bleichſuͤchtigen Pflanzen vielleicht weniger war, als jenes aus der gruͤnen Tinktur.
Um die Wirkungen des Gemiſches dieſer Tinkturen mit den Saͤuren kennen zu lernen, machte ich einen Ver⸗
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