16 Siebende Abhandlung.
ſern Luft abſchneidet: ſo verſtreut ſich der gruͤne Theil des Blatts, das Blatt wird durchſichtig und der holzige Theil ſcheint nicht veraͤndert zu ſeyn. Sollte wohl der im Waſ⸗ ſer unaufloͤsbare Theil ſich in Waſſer, das in Duͤnſte auf⸗ geloͤſt worden, aufloͤſen? So viel iſt gewiß, daß die gruͤ⸗ nen Blaͤtter in dieſem Falle eben ſo ſkeletirt werden, wie die von den Minirraupen durchfreſſenen, und daß nichts
weiter von ihnen uͤbrig bleibt, als das Oberhaͤutchen mit
den Veraͤſtungen ihrer Faſern und Gefaͤße.
18. Von der Vermiſchung der gruͤnen Tinktur mit Waſſer.
Gießt man Waſſer zu der mittelſt des Weingeiſts
aus Blaͤttern ausgezogenen gruͤnen Tinktur, miſcht alles wohl untereinander und ſtellt Flaͤſchchen, mit dieſem Mengſel gefuͤllt, theils ans Licht und theils ins Finſtre; ſo bleicht das vom Licht getroffene Gemenge aus, das im Finſtern ſtehende aber behaͤlt ſeine Farbe, beide aber wer⸗ den etwas truͤbe, doch das dem Lichte ausgeſetzte mehr, als das im Finſtern ſtehende, auch iſt der Niederſchlag beim erſten betraͤchtlicher, als beim andern. Vielleicht befoͤrdert die Verdunſtung des dem Lichte ausgeſetzten Auf⸗ loͤßſungsmittels den Niederſchlag des aufgeloͤſten Koͤrpers? Vielleicht ſpielt das ſich verbindende Licht dabei eine eigne Rolle? Dem mag nun ſeyn, wie ihm wolle, ſo hat der Niederſchlag aus dem dem Lichte ausgeſetzten Mengſel eine ſtrohgelbe Farbe, und indem er die Wirkung des Lichts verraͤth, beweiſt er auch noch, daß das Acht blos auf ſeinen im Waſſer unaufloͤslichen Theil wirkt.
Läßt man aber das Licht auf den Niederſchlag des dem Lichte nicht ausgeſetzt geweſenen Mengſels wirken: ſo braucht derſelbe, wenn er ſein Gruͤn verlieren ſoll, ſchon laͤnger Zeit, als das Mengſel ſelbſt oder die Tinktur al⸗ lein. Das Mengſel verandert ſeine Farbe nach viel laͤn⸗ gerer
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