Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1785)
Entstehung
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Vom Einfluſſe des Sonnenlichts ꝛc 15

Gruͤn wird erſt helle, dann gelb, und endlich braun. Haben hierauf die Blaͤtter ihr Harz verlohren, ſo werden

ſie durchſichtig und faͤrben nachgehends den Weingeiſt nur

wenig gelb.

15. Von der Wirkung des mit feuerbeſtaͤndigem Laugenſalze geſaͤttigten Waſſers.

Als ich Blaͤtter in ein mit feuerbeſtaͤndigem Laugen⸗ ſalze geſaͤttigtes Waſſer legte und ſo einen Monat liegen ließ, verlohren ſie ihr Gruͤn nicht, faͤrbten aber die Lauge rothgelb. Ich wuſch hierauf dieſe Blaͤtter mit reinem Waſſer ab, und legte ſie alsdann in gemeines Waſſer, welches ſie gruͤn faͤrbten. Dieſes Gruͤn aber verſchwand, als der Extrakt ins Sonnenlicht geſtellt ward. Den Weingeiſt faͤrbten ſie gruͤn, ſo wie andre Blaͤtter.

16. Von der Wirkung des mit dem fluͤchtigen Lau⸗ genſalze geſaͤttigten Waſſers.

An Blaͤttern, die in einem mit fluͤchtigem Laugenſalze geſchwaͤngerten Waſſer lagen, wurden alle holzige Theile braun und mit Flecken bedeckt, ſo wie wenn man ſie im Waſſer maceriren laͤßt, aber die Flecken waren alsdann durchſichtiger. Das Waſſer faͤrbten ſie gelbgruͤn und alsdann den Weingeiſt gruͤn. Dieſes Gruͤn aber ver⸗ ſchwand am Sonnenlichte.

17. Von der Wirkung der Feuchtigkeit auf die Blaͤtter.

Legt man gruͤne Blaͤtter unter Glocken mit Luft ange⸗ fuͤllt, die ſo feucht iſt, als ſie's durch eine ſtarke Verdun⸗ ſtung des Waſſers werden kann, und erhaͤlt ſie in ſolchem Zuſtande, indem man ihr alle Gemeinſchaft mit der il

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