Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1785)
Entstehung
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12 Siebende Abhandlung.

Die gelbe Tinktur, welche der Weingeiſt aus eben dieſen Pflanzentheilen, wenn ſie trocken ſind, auszieht, wird von der Wirkung des Lichts eben die Veraͤnderungen erleiden, wie die mittelſt des Weingeiſts aus gelben Blaͤt⸗ tern ausgezogenen Tinkturen.

10. Von Tinkturen, die mittelſt des Aethers und er weſentlichen Oele ausgezogen worden.

Ich machte einen Verſuch, meine Tinkturen anſtatt des Weingeiſts mit Vitriolaͤther auszuziehen. Sie glei⸗ chen ſich aber, theils ihrer Farbe, theils der Wirkung des Lichts nach, faſt gaͤnzlich. Setzt man ſie der Sonne aus, ſo wird ihre gruͤne Farbe zerſtoͤrt, aber der Aether bleibt gelb.

Tinkturen, mit den weſentlichen Oelen ausgezogen, boten mir ſonderbare Merkwuͤrdigkeiten dar; denn obgleich das Gruͤn dieſer Tinkturen ſehr dunkel iſt, ſich auch im Finſtern ſehr gut erhaͤlt; ſo vergehen ihre Farben doch, nachdem ſie dem Lichte ausgeſetzt worden, nach 5 6 Minuten gaͤnzlich.

11. Von den Vegetabilien im Magen und außer demſelben, nachdem ſie von ihm ver⸗ dauet worden.

Die gruͤnen Vegetabilien, die dem Menſchen zur Nahrung dienen, verlieren im Magen zum Theil ihre gruͤne Farbe, auch verliert ſich dieſe bei laͤngerm Verwei⸗ len der Vegetabilien im menſchlichen Koͤrper allmaͤhlig immer mehr. Aber bei den Pflanzenfreſſenden Thieren, wenigſtens bei einigen, als wie beim Rindvieh und den Pferden, veraͤndert ſich die Farbe der Vegetabilien, die ſie gefreſſen haben, nicht ſo ſehr: ihr Auswurf behaͤlt noch eine ziemlich gruͤne Farbe, die aber, wenn er an der Sonne liegen bleibt, bald verlohren geht.

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