Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1785)
Entstehung
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Vom Einfluſſe des Sonnenlichts ꝛic. 11

nimt eine goldgelbe Farbe an. Stellt man ſie an die Sonne, ſo bleicht dieſe Farbe ſehr.

Eine meinen Verſuchen ganz widerſprechende Thatſa⸗ che will ich nicht verſchweigen. Hr. Macquer fuͤhrt in ſeinem Dictionaire de Chymie unter dem Artikel Fecules (Bodenſatz) an, daß durch den Aufguß des Aethers auf Tobak, der vom Waſſer ausgezogen geweſen, und wie gewoͤhnlich fahlroth ausgeſehen, er eine gruͤne Tinktur her⸗ ausgezogen habe. Ich habe allerdings dieſen Verſuch nicht mit dem Aether angeſtellt, ich weiß ſogar nicht, ob Macquer ſchlecht getrocknete und blos ſchwarz gewordene Blaͤtter ins Waſſer gelegt. Dem ſei wie ihm wolle, ſo iſt gewiß, daß recht gelbgewordene und wohlgetrocknete Tobaksblaͤtter mir im Weingeiſte immer eine goldgelbe Farbe gegeben haben.

Bleichſuͤchtige Blaͤtter, Samenblaͤtter und Samenlappen in Weingeiſt gelegt, geben eine gelbe Tinktur, welche von der Sonne gebleicht wird.

Blaͤtter, die in einer phlogiſtiſirten Luft gelb gewor⸗ den waren, gaben die naͤmlichen Reſultate wie die vor⸗ hergehenden.

9. Die Blaͤtter ſind nicht die einzigen Pflanzen⸗ theile, die den Weingeiſt gruͤn faͤrben.

Die Blaͤtter ſind nicht die einzigen Pflanzentheile, welche den Weingeiſt, in den man ſie legt, gruͤn faͤrben. Die gruͤnen Schoten, die gruͤnen Samenkoͤrner, das gruͤne Zellgewebe der Baͤume, der Kraͤuter, die Blaͤtter⸗ rippen, der Fruchtſtiel, der Stengel, die rauchen Spitzen, der gruͤne Knopf der grasartigen Pflanzen und die gruͤne Haut aller Fruͤchte faͤrben den Weingeiſt gruͤn, und dieſe Farbe wird vom lichte ſo zerſtoͤrt, wie jene, welche die gruͤnen Blaͤtter ihm mittheilen.

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