Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1785)
Entstehung
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10 Siebende Abhandlung.

Laͤßt man Blaͤtter zu Mus zerkochen, ſo nimmt das Waſſer den ausziehbaren Theil in ſich, und die zu Boden liegende gruͤne Materie zeigt, wenn ſie im Weingeiſte

aufgeloͤßt und dem Lichte ausgeſetzt wird, eben die

Erſcheinungen, wie jene durch die Maceration erhaltene Materie.

Noch iſt der merkwuͤrdige Umſtand zu bemerken, daß die Blaͤtter der Waſſerpflanzen, die doch weniger aus⸗ ziehbare Theile haben, als die Erdpflanzen, wenn man ſie in Weingeiſt legt, gleichwohl alsdann die naͤmlichen Erſcheinungen darbieten, als die Erdpflanzen, wenn ſie

im Waſſer macerirt worden. Die Tinktur aus ihnen

wird geſchwinder vollkommen, als die aus gewoͤhnlichen Pflanzen, und das Licht wirkt auf dieſe Tinkturen weit geſchwinder und vollkommener.

Die weiſe Vorſehung hat dieſen Pflanzen den aus⸗ ziehbaren Theil, durch den ſie wuͤrden groͤßere Veraͤnde⸗ rung vom Waſſer zu erleiden ausgeſetzt ſeyn, ſparſam zugetheilt und erhaͤlt das, was dieſe Pflanzen auszieh⸗ bares enthalten, indem ſie daſſelbe in jenen, im Waſſer unaufloͤsbaren, Theil taucht; daß alſo der im Waſſer auf⸗ loͤsliche Theil durch die Harztheile vor der aufloͤſenden Wir⸗ kung dieſes Elements geſchuͤtzt wird.

8. Vom Einfluſſe des Lichts auf die Tinktur aus Blaͤttern, die ſich in verſchiedenem Zu⸗ ſtande befinden.

Im Schatten getrocknete Blaͤtter behalten ihr Gruͤn, und die Tinktur aus ihnen durch den Weingeiſt iſt auch gruͤn. Das kicht zerſtoͤrt das Gruͤn dieſer Tinktur, ſo wie bei jener aus friſchen Blaͤttern. 6

An der Sonne getrocknete Blaͤtter werden roth⸗ gelb, und die Tinktur aus ihnen mittelſt des Weingeiſts nimt

ricken. DEg Br. itſ STii Fon M G Srtr dn 2 dar an⸗