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Was ist Humus, wie und auf welche Weise wirkt derselbe als ernährendes Mittel für die Pflanzen? / Von Franz Körte, Königl. Professor und Lehrer der Chemie und Naturwissenschaften an dem landwirtschafltichen Institute zu Mögelin
Entstehung
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geſchickt, die Nahrung, welche der karge Boden verſagt, aus dem weiten und reichen Luftmeere zu ſchoͤpfen.. Die Analyſe der Pflanzen, ruͤckſichtlich ihrer entſern⸗ tern Beſtandtheile und des quantitativen Verhaͤltniſſes in den Urſtoffen derſelben, giebt uns Fingerzeige, wie dies Humus⸗ oder uͤber uͤberhaupt die Duͤngerarten auf die ſpecifiſchen naͤheren Beſtandtheile der Pflanzen wirken. Haͤtte Ruͤckert gelaͤuterte Kenntniſſe in der Chemie gehabt, ſchwerlich wuͤrde er ſein Syſtem aufgeſtellt ha⸗ ben; wohl aber zu den Urſtoffen der Pflanzen uͤbergegan⸗ gen ſeyn, die ihrer Natur zufolge, ein aͤhnliches Syſtem begruͤnden laſſen, welches mehr Uebereinſtimmung mit! der Erfahrung und mit der Natur der Sache erwarten laͤßt. Die Verwandlung des Kohlenſtoffs aus dem Humus in Kohlenſaͤure, wird durch direkte Verſuche beſtaͤtigt. Der verkohlte Humus kann durch die Ausſetzung an das Licht, folglich durch zweckmaͤßige Bearbeitung, fuͤr die Ernaͤhrung der Pflanzen geſchickt gemacht werden. Die Braunkohle, ein mit ihm ſo ſehr verwandter Koͤrper, zerfaͤllt aber unter dem Einfluſſe des Lichtes in Pflan⸗ zenerde. Der Eiſenvitriol kann nur da auf die Vegetation vortheilhaft wirken, wo verkohlter Humus mit ihm im Contact kommt; denn die mit ihm jedesmal verbundene Schwefelſaͤure, macht den milden, den oxydulirten und den oxydirten Humus zum ſauren und ſchlaͤgt den im Waſ⸗ ſer aufgeldſten oxydulirten als unaufloͤsliches Pulver nieder. Dem ſauren Humus giebt er daher noch mehr Oxygen und macht ihn folglich fuͤr die Vegetation noch 1 nachtheiliger, als er ſchon an und fuͤr ſich ſelbſt iſt. Der verkohlte Humus bedarf aber einer ſehr betraͤchtli chen Menge von Orygen und freier Saͤure, wenn er