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Was ist Humus, wie und auf welche Weise wirkt derselbe als ernährendes Mittel für die Pflanzen? / Von Franz Körte, Königl. Professor und Lehrer der Chemie und Naturwissenschaften an dem landwirtschafltichen Institute zu Mögelin
Entstehung
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Menge von Salpeter, daß man denſelben ſchon durch den Geſchmack wahrnehmen, durch Abdampfen des Saftes aber in großen Kryſtallen darſtellen kann..

Es wuͤrde nicht ſchwer ſeyn, eine unendliche Menge von Thatſachen anzufuͤhren, und mehrere Schlußfolgen in Beziehung auf vorliegende Frage entwickeln zu koͤn⸗ nen, wenn man nicht fuͤrchten muͤßte, zu weitlaͤufig zu werden und zu allgemein bekannte Erfahrungen vorzu legen.

Dieſes iſt es, was ich als weniger Bekanntes uͤber die aufgeworfene Frage ſagen und von welchem ich hoffen kann, daß es Winke ſeyn koͤnnen, deren Verfolgung uns mit groͤßerer Gewißheit in das Speciellere dieſes Gegen ſtandes fuͤhren wird. Noch ſey es mir erlaubt, die fuͤr die Theorie und Praxis des Ackerbaues wichtigen Endre⸗ ſultate aus dieſer Abhandlung zuſammenzuſtellen.

Das Schwefelwaſſerſtoffgas(Trommsdorfs Hydro⸗ thionſaͤure) kann der Vegetation inſofern hinderlich ſeyn, als es den im Waſſer geloͤſten oxydulirten Humus als unaufloͤsliches Pulver niederſchlaͤgt.

Der verkohlte Humus iſt aller Wahrſcheinlichkeit nach ein Produkt der Verweſung und des negativen Lichts.

Die wahrhaften Grunderden des Ackerbodens ſind nur die Gefaͤße fuͤr die Stabilitaͤt der Pflanzen, ſo wie der vorhandenen Nahrungsſtoffe und fuͤr die Medien, aus welchen die letztern durch die Lebensthaͤtigkeit der Pflanzen erzeugt werden.

Nicht der Thon fuͤr ſich hat die Eigenſchaft, das Oxygen aus der Luft anzuziehen, wie Alex. von Hum bold glaubt, ſondern der groͤßten Wahrſcheinlichkeit nach nur das mit ihm verbundene Waſſer. Ganz trockne Er⸗ den zeigen keine Anziehung ſagt Alex. v. Humbold ſelbſt.