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Was ist Humus, wie und auf welche Weise wirkt derselbe als ernährendes Mittel für die Pflanzen? / Von Franz Körte, Königl. Professor und Lehrer der Chemie und Naturwissenschaften an dem landwirtschafltichen Institute zu Mögelin
Entstehung
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Ruͤbeſaat zu einer ſeltenen Hoͤhe gebracht.(Schwerz Beſchreibung der Belgiſchen Landwirthſchaft).

Unſere Sauerampherarten(Rumices) gedeihen nicht auf kalkhaltigem Boden, denn ſie finden hier die zu ihrer Eigenthuͤmlichkeit nothwendige freie Saͤure nicht; daher die Englaͤnder, durch die Erfahrung belehrt, den Mergel anwenden, um den Graswuchs zu befördern, den Sau⸗ erampfer hingegen zu vertilgen.(CThaers Einleitung in die Engliſche Landwirthſchaft. B. 1. S. 200).

Der Sauerklee(Oxalis acetosella) liebt vorzuͤg⸗ lich ſchattige, feuchte Gegenden, weil das Sonnenlicht die Aushauchung des Sauerſtoffsgas zu ſehr befoͤrdert. Die Pilze vegetiren vorzuͤglich uͤppig auf noch in der Verweſung begriffenen organiſchen, vorzuͤglich thieriſchen Koͤrpern, in welchen letzteren ſie Stickſtoff in vorzuͤglicher Menge finden.

Der Buchweizen geraͤth vorzuͤglich im Haidehumus,

denn hier findet er ein Adſtringens, welches Crome durch die Analyſe des Buchweizens fand. Die gewöhnlich und in der Regel roſaroth bluͤhende Hortenſia(Hydrangea hortensis) bluͤhet in einem mit Eiſenoxyd gemengten Boden blau.(Hermbſtaͤdts Grundſaͤtzen der experimen⸗ talen Kammeralchemie. 2te Auflage. 1817. S. 203).

Am auffallendſten und das Geſagte zu beweiſen

vorzuͤglich geeignet, iſt die Bildung des Salpeters, welchen die Pflanzen, deren Organismus dazu geeignet iſt, zwar auf allen Bodenarten erzeugen, doch aber auf dem in bedeutend groͤßerer Menge, in welchem ſie die Urelemente deſſelben finden. Ein ſehr ſchoͤnes Beiſpiel giebt uns die Runkelruͤbe, ſo wie die uͤbrigen Beetenar⸗ ten. Sie geben auf einem mit animaliſchen Duͤnger, vorzuͤglich mit Schaafmiſt friſch geduͤngtem Boden, kaum eine Spur von Zucker, dahingegen aber eine ſo reichliche