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Was ist Humus, wie und auf welche Weise wirkt derselbe als ernährendes Mittel für die Pflanzen? / Von Franz Körte, Königl. Professor und Lehrer der Chemie und Naturwissenschaften an dem landwirtschafltichen Institute zu Mögelin
Entstehung
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deſſen Anfang die Kenntniſſe uͤber den Humus zu laͤutern angefangen wurden, noch zu kurz, als daß, ſelbſt von einer Geſellſchaft thaͤtiger und denkender Maͤnner, die ſich einzig und allein nur damit beſchaͤftigt haͤtten, et was Vollkommnes, durch direkte Verſuche und Thatſachen bewieſen und dargethan werden konnte.

Es iſt in der Zukunft vielleicht moͤglich, von den Humusarten ſo viele und mannigfaltige, aͤußere, phyſi⸗ ſche und chemiſche Kennzeichen aufzufinden, daß ſie nach ihrer Abſtammung eben ſo beſtimmt werden koͤnnen, wie jetzt die Mineralien. Aber lange Zeit und viele treffliche Koͤpfe werden wir dazu noch beduͤrfen. Eben ſo wenig duͤrfen wir in dem erſten Jahrzehend und vielleicht noch ſpaͤter eine vollkommen genuͤgende und durch Verſuche bewieſene Antwort auf die Frage:

Welchen Einfluß hat die verſchiedene Grundmiſchung des Hu⸗ mus auf die Erzeugung der ſpeciſiſchen naͤheren Beſtand⸗ theile der Vegetation?

zu erhalten hoffen. Was der Gegenwart obliegt, be⸗

ſtehet darin, dasjenige, was durch Verſuche und That

ſachen erwieſen iſt, zuſammenzuſtellen und zu verſuchen aus dem zuſammengeſtellten Winke fuͤr kuͤnftige Arbeiter dieſer Art zu entwickeln.

Die Lebensthaͤtigkeit aller organiſchen Koͤrper nimmt, wenn ſie nicht durch außerordentlichen, fremden Einfluß in ihre Funktionen geſtoͤrt und geaͤndert wird, nur die⸗ jenigen Stoffe auf, welche dem Weſen und der Organi⸗ ſation des Koͤrpers, dem ſie zugehoͤrt, angemeſſen ſind. Wo hingegen ſie die derſelben heterogenen Stoffe auf mannigfaltiger Weiſe auszuſcheiden vermag. Dieſes Ver⸗ moͤgen nennen wir, in Verbindung mit noch einigen Ei⸗ genthuͤmlichkeiten, beinden Thieren Inſtinkt. Ob wir be⸗