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Was ist Humus, wie und auf welche Weise wirkt derselbe als ernährendes Mittel für die Pflanzen? / Von Franz Körte, Königl. Professor und Lehrer der Chemie und Naturwissenschaften an dem landwirtschafltichen Institute zu Mögelin
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39 rechtigt ſind, auch bei den Pflanzen einen Inſtinkt anzu⸗ nehmen, wage ich nicht abſolut zu entſcheiden; jedoch iſt ſo viel gewiß, daß die Pflanzen wie die Thiere eine Auswahl in ihrer Nahrung kreffen und wenn das Ver⸗ moͤgen, welches bei dieſer Auswahl thaͤtig iſt, eine Haupt⸗ feſte zu der Begruͤndung des BegriffsInſtinkt giebt, ſo koͤnnen wir allerdings auch den Pflanzen einen In⸗ ſtinkt beimeſſen. Hermbſtaͤdt hat in dieſer Hinſicht man ches Treffliche geſagt.(ſ. deſſen Muſeum des Neueſten und Wiſſenswuͤrdigſtenꝛc. B. 2. S. 211).

Fuͤr die Thatſache, daß die Pflanzen eine Auswahl bei ihren Nahrungsmitteln treffen, ſprechen mit ſeltener Gewißheit die techniſchen Erfolge des Thaerſchen Frucht wechſelſyſtems, ſo wie die Arbeiten der fuͤrſtlich-primati⸗ ſchen Hofgaͤrtner Reiſert und Seiz.(ſ. Thaers Annal. des Ackerbaues. 5. Jahrg. S. 210). Auch Brugmann's Erfah⸗ rungen ſo wie die anderen vieler thaͤtiger Pflanzenphyſio⸗ logen zeugen fuͤr dieſelben. Doch hiervon noch weiter unten. Wenn nun aber bei den Pflanzen dieſes Vermoͤ⸗ gen ſtatt hat, ſo werden wir auf das allgemeine Geſetz gefuͤhrt, daß eine und dieſelbe Pflanzenart immer eine und dieſelbe Art qualitativer Beſtandtheile erzeuge, gleich viel ob ſie in gleichen oder in verſchiedenen Boden- und Humusarten vegetiren. Nicht ſo aber hinſichtlich quantitativen Verhaͤltniſſes ihrer Beſtandtheile. ſes kann durch eine Menge uns noch nicht ganz bekann⸗ ter Modificationen veraͤndert werden, und die Beſchaffen⸗ heit und Quantitaͤt der naͤhern Beſtandtheile abaͤndern.

Da hier insbeſondere vom Humus und ſeinen Arten die Rede iſt, ſo haben wir auch nur von der Einwir⸗ kung der entfernteren Beſtandtheile deſſelben, auf die ſperi⸗ fiſche Verſchiedenheit der naͤheren Pfianzenbeſtandtheile zu reden.

des Die⸗

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