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Was ist Humus, wie und auf welche Weise wirkt derselbe als ernährendes Mittel für die Pflanzen? / Von Franz Körte, Königl. Professor und Lehrer der Chemie und Naturwissenschaften an dem landwirtschafltichen Institute zu Mögelin
Entstehung
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36 mit abſoluter Gewißheit ſpricht fuͤr die Verſchiedenheit des Humus das freudige Gedeihen mancher Pflanzenge⸗ ſchlechter in einer Humusart, in welcher andere kaum zu vegetiren vermoͤgen. Wendlands Kunſt, die prachtvollen Haidekraͤuter vom Vorgebirge der guten Hoffnung mit aus⸗ gezeichnetem Gluͤcke zu erziehen, beſteht einzig und allein in der Anwendung des Humus von unſerem gemeinen Hai dekraut(Erica vulgaris). Der Buchweizen(Polygonum Fagopyrum) liebt ausſchließlich den Boden der Haide, waͤhrend andere Pflanzen in demſelben nur hoͤchſt kuͤm⸗ merlich gedeihen. Der Seggen(Carias) und die Bin ſen(Junci) ſuchen beſonders einen ſauren Humus u. ſ. w.

Sollte uͤberhaupt die Urſache des geſellſchaftlichen Beiſammenſeyns mancher Pflanzengeſchlechter, wie z. B. Vaccinium, Erica, Protea Gunidea etc. nicht in dem aus ihrem Geſchlechte entſtandenen und fuͤr daſſelbe von der Natur beſtimmten Humus zu ſuchen ſeyn. Mir ſcheint dies mehr als wahrſcheinlich.

Die fuͤr den Ackerbau wichtigſten Modificationen, durch welche die verſchiedenen Arten des Humus begruͤn⸗ det werden, ſcheinen mir in einer groͤßern oder geringern Capacitaͤt fuͤr die Aufnahme von Oxygen, in dem ver ſchiedenen quantitativen Gehalte an Kohlenſtoff und Waſ⸗ ſerſtoff, und endlich in einem dem adſtringirenden Stoffe ahnlichen Weſen zu liegen. Die Zeit, ſeit welcher die wich⸗ tige Lehre vom Humus zur Sprache gekommen iſt, iſt zu kurz, als das wir erwarten koͤnnten, alles dieſes durch direkte Verſuche bewieſen zu ſehen.

Unmittelbar an dieſe Frage ſchließt ſich die folgende:

Iſt dieſes der Fall, wie unterſcheidet ſich der Humus nach ſei⸗ ner Abſtammung aus verſchieden gearteten organiſchen Sub⸗ ſtanzen?

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Der Humus, welcher durch die Verweſung der Thier⸗