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Was ist Humus, wie und auf welche Weise wirkt derselbe als ernährendes Mittel für die Pflanzen? / Von Franz Körte, Königl. Professor und Lehrer der Chemie und Naturwissenschaften an dem landwirtschafltichen Institute zu Mögelin
Entstehung
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ten, daß uͤberall wo Licht alſo auch Waͤrme iſt, der Ge⸗ halt an Sauerſtoffgas gleich groß iſt, was auch durch die Erfahrung des Hrn. Alex. v. Humbold und Gay⸗Luſſac ſowohl in den tiefſten Regionen der Erde, als auch in den hoͤchſten der Atmosphaͤre, zu welchen bis jetzt die Menſchen zu dringen vermochten, vollkommen beſtaͤtigt worden iſt.

Da nun aber der Humus, vorzuͤglich durch die Veraͤnde⸗ rung, welche ſein wichtigſter Beſtandtheil, der Kohlenſtoff, durch die Verbindung mit dem Sauerſtoff und der Waͤrme zur Kohlenſaͤure leidet, fuͤr die Ernaͤhrung der Pflanzen wichtig wird, ſo ſehen wir in dieſem Geſagten auch, wie ſehr viel das Licht und die Waͤrme mittelbar zu der Ver⸗ aͤnderung des Humus beitragen. Unmittelbar hieran rei⸗ het ſich die Wirkung der Electricitaͤt auf den Humus. Nach unſern bisherigen Erfahrungen und meinen Anſich ten nach, koͤnnen wir dieſelbe als Repreſentantin der in tenſivſten Waͤrme und des intenſivſten Lichtes betrachten. Wir ſahen in dem Vorhergehenden das Oxygen und Hy drogen mit dem Kohlenſtoffe Verbindungen eingehen, welche gleich wichtig fuͤr die Ernaͤhrung der Vegetation ſind. Die Verſuche des v. Davy, Ritter, Pfaff, Ermam, Cruikſhank, Brugnatelli ꝛc. haben unwiderleglich darge⸗ than, daß an den Polen der Electricitaͤt, Sauer⸗ und Waſſerſtoff erzeugt wird, und haben uns ſo durch ihre Erfahrungen Praͤmiſſen gegeben, welche uns mit Recht erlauben, von den wichtigen Wirkungen der Electricitaͤt auf die Veraͤnderung des Humus, mit beinahe apodicti ſcher Gewißheit zu ſchließen.

Der Magnetismus iſt uns in ſeinen Wirkun gen auf die Welt noch zu wenig bekannt; aber wohl moͤglich, ja wahrſcheinlich iſt es, ſeiner oft auffallenden Aehnlichkeit mit der Electricitaͤt zufolge, daß er wie dieſe