uͤber das Verhalten der uͤbrigen Potenzen in der Natur, Licht, Waͤrme, Electricktaͤt u. ſ. w. zu ſagen.
Wenn auch die ſcharfſinnigen Verſuche eines New⸗ ton, Eulers ꝛc. uns uͤber die Lehre des Lichts haben vor⸗ ſchreiten laſſen, ſo fuͤhren uns die von Ingenhous, Sen— nebier, Prieſtley, Gay-Luͤſſac, Thenard und von anderer neueren Phyſikern gemachten, hinſichtlich unſers Ge⸗ genſtandes noch ungleich weiter. Durch die Verſuche der erſt genannten drei Phyſiker wurde zuerſt dargethan und befeſtigt, daß die Pflanzen beim Lichte Sauerſtoff aushau⸗ chen, und daß dieſes Gas ſein Daſeyn der Zerſetzung der Kohlenſaͤure im Waſſer zu danken habe. Woodhou⸗ ſens Verſuche und die daraus gezogene Folgerung, daß die Pflanzen die Luft nicht verbeſſerten, ſcheinen mir zu einſeitig und daher nicht kraͤftig und genuͤgend genug, um Sennebiers, Ingenhous und Prieſtley's Erfahrungen zu widerlegen. So ſehen wir alſo das Licht als chemi⸗ ſches zerſetzendes Agens, als ein in der Natur beſtaͤndig wirkendes Mittel, Sauerſtoffgas zu entbinden. Wenden wir das Augenmerk auf die intereſſanten Verſuche von Thaer und Einhof uͤber die Hornvieh⸗Excremente, auf die Verſuche des Alex. von Humbold, Placidus Heinrich und andere an, ſo ſehen wir auf der andern Seite, daß unter dem Einfluße des Lichts, die Abſorbtion des Sauerſtoff⸗ gaſes ungleich ſtaͤrker iſt, als in Abweſenheit deſſelben. Beruͤckſichtigen wir endlich die trefflichen Verſuche von Gay⸗Luſſac und Thenard, ſo wirkt das Licht vollkommen ſo, als eine hoͤchſt intenſive Waͤrme und es laͤßt ſich ſeine chemiſche Wirkung vollkommen auf ſolche reduciren. Es wuͤrde zu weit vom Zwecke der Frage abfuͤhren und uͤber⸗ fluͤſſig ſeyn, dieſes weitlaͤufiger erlaͤutern und deduciren zu wollen. Von dieſem Standpunkte aus angeſchaut, iſt es wenig wunderbar, ja beinahe ſchon a priori zu behaup⸗


