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Was ist Humus, wie und auf welche Weise wirkt derselbe als ernährendes Mittel für die Pflanzen? / Von Franz Körte, Königl. Professor und Lehrer der Chemie und Naturwissenschaften an dem landwirtschafltichen Institute zu Mögelin
Entstehung
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Humus iſt die Urſache davon. Ein Beweis, daß bei dieſer Ver⸗ bindung ein aͤußerſt fluͤchtiger Stoff erzeugt werden muß. Fuͤr dieſe in der Oekonomie des Weltalls ſo wichtige Verbindung des Waſſerſtoffs mit dem Humus, ſcheint die Natur vor⸗ zuͤglich dadurch geſorgt zu haben, daß ſie demſelben eine waſſerhaltende Kraft gab, welche die des Sandes, des Kalks, ja ſelbſt die des Thons weit uͤberſteigt. Meine Verſuche gaben mir fuͤr den Humus des Aesculus Hippocasta- num: 239 Procent; er kann alſo beinahe drittehalb mal ſo viel Waſſer aufnehmen, als ſein eigenes Gewicht be⸗ traͤgt; dahingegen fand ich die waſſerhaltende Kraft ei⸗ nes lettenartigen Thons nur 45 Procent. Auch das Ein⸗ ſaugungsvermoͤgen der waͤſſerigen Duͤnſte iſt bei den Hu⸗ mus bedeutend, 200 Theile Humus, welche unter eine mit Waſſer geſperrte Glocke in einer porzellanenen Schaale geſtellt waren, hatten nach Verlauf von vier Wochen 61 Theile Feuchtigkeit angezogen.

Alles dieſes Geſagte zeigt, wie Wachsthum befoͤr⸗ dernd das Waſſer auf die Pflanzen wirken kann, und wie wichtig fuͤr den Betrieb des Landbaues der groͤßere oder mindere Regenfall einer Gegend iſt. Der Sandbo den kann einem nicht ganz gluͤcklich gemiſchten Thonbo den den Rang, hinſichtlich der Fruchtbarkeit, ſtreitig machen, inſofern der Regenfall mit der Thonmiſchung im umge kehrten Verhaͤltniſſe ſtehet. Der fruchtbarſte Humusboden wird fuͤr den Landwirth Null, wenn er in einer Gegend liegt, die wenig oder gar keinen Regenfall hat. Tillet hatte daher nicht ganz Unrecht, wenn er bei der Beur theilung eines Bodens, näͤchſt der chemiſchen Analyſe, auch nach dem Regenfalle der Gegend forſchte.

Ehe ich zu der Einwirkung der mit dem Humus im Contact ſtehenden Grunderden, auf die Veraͤnderung des erſten uͤbergehe, ſey es mir erlaubt, auch noch etwas