20
Verlauf von mehreren Monaten wahrgenommen, daß es ſtinkend wurde, ob es gleich, zwar nicht luftdicht, doch ſo verdeckt war, daß kein Koͤrper von außen hineinkom⸗ men konnte. Aber abſolut reines Waſſer, kann unſern bisherigen Erfahrungen zufolge, unter kei⸗ ner Bedingung in Faͤulniß uͤbergehen. Noch ſey es mir erlaubt, die Richtigkeit des neueſten Reſultates zu betrachten, welches von Crell(Journal fuͤr Che⸗ mie und Phyſik von Schweigger. B. 2. S. 261) erhal⸗ ten hat, welches in dem erſten Augenblicke ſo ſehr fuͤr die Verſuche des van Helmont und Tillet ſpricht und vor⸗ zuͤglich jetzt ſo viel Aufſehen gemacht zu haben ſcheint. Er nahm fuͤnf Hyazinthenzwiebeln, wovon drei getrocknet und verkohlt wurden, ſie wogen zuſammen 1269 Gran. Die zwei uͤbrigen, welche er mit A und B bezeichnete, und wovon die erſte 633, die andere aber 710 Gran, alſo zuſammen 1343 Gran wogen, legte er auf gewoͤhn⸗ liche mit Waſſer angefuͤllte Hyazinthenglaͤſer, bedeckte ſie auch mit ſolchen, und verband die Stelle, in welcher beide Glaͤſer zuſammen kamen, mit Blaſen, um alle nur denkbare Beruͤhrung mit der Luft zu vermeiden. So vorgerichtet, ließ er ſie vegetiren, und nahm ſie heraus, als A 7 Blaͤtter von 6“ bis 7“ Hdhe und B 5 Blaͤt⸗ ter von 5“ bis 6“ Hoͤhe hatte. Ob ſie Bluͤthen ge⸗ trieben haben, iſt nicht bemerkt. Der Vegetations⸗Cy⸗ clus war von Ende Octobers bis zum 22. April. Er verkohlte hierauf ſowohl jene zuruͤckgelegten Zwiebeln, als die Zwiebeln und Pflanzen von A und B. Fuͤr er⸗ ſtere fand er in Summa 126 Gran, fuͤr letztere 194 Gran Kohle, alſo bei denen, die nur im Waſſer vege⸗ tirt hatten, und von der Beruͤhrung mit der Luft voll⸗ kommen ausgeſchloſſen waren, 58,639 Gran Kohle mehr, welche er als Produkt der Lebensthaͤtigkeit der Pflanzen


