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ſo klar am Tage liegenden Thatſachen, bei ſo einfachen Vernunftſchluͤſſen, dennoch immer von einer Theorie hoͤrt, nach welcher die Gewaͤchſe ihren Kohlenſtoff nur aus der Luft nehmen ſollen, und uͤberaus naͤrriſch, wenn man, wie Bracconot, dieſe Theorie damit zu widerlegen ſucht, wie man aus einer ſo kleinen Menge von Kohlenſtoff, wie ſich in der Luft befaͤnde, die Entſtehung der uner⸗ meßlichen Lager von Steinkohlen und bitumindſen Holze erklaͤren wolle; das hieße Urſache und Wirkung nach ba— belſcher Weiſe verwirren und in der That den Wald vor Baͤumen nicht ſehen.
Wenn Helmont, Tillet und neuerlich von Crell Pflanzen ſehr gut im Waſſer vegetiren ſahen, und da— durch zu behaupten veranlaßt wurden, daß Waſſer(85 Oxygen, 15 Hydrogen nach Lavoiſes, oder 87,41 Oxygen und 12,59 Hydrogen nach v. Sauſſuͤre) allein die Nah⸗ rung der Pflanzen ſey, und dieſe Behauptung als Geſetz aufſtellen wollen, ſo haͤtten ſie bei ihren Verſuchen viel ge⸗ nauer zu Werke gehen muͤſſen, als ſie wirklich gegangen ſind. Die obigen ſo ſehr merkwuͤrdigen Muͤllerſchen Beobach⸗ tungen unberuͤckſichtigt, fand Pfaff im Waſſer, welches er mit der groͤßten Vorſicht deſtillirt und aufbewahrt hatte, in welchem er mit keinem der gewoͤhnlichen Reagentien, Kohlenſaͤure entdecken konnte, dennoch mit eſſigſaures Blei Kohlenſaͤure vorhanden, und ſchließt ſeine Abhand⸗ lung daruͤber mit den Worten:„So ſchwer wird es zu „behaupten, daß man in irgend einem Verſuche reines „Waſſer gebraucht habe.“(ſ. Journal fuͤr Chemie und Phyſik. B. 2. Heft 3. S. 5⁰⁴).
Wie verhaͤlt es ſich nun mit jenen Verſuchen von Tillet und Helmont, die hiervon noch nichts wußten? Wie mit de⸗ nen von v. Crell?— Ich ſelbſt habe bei deſtillirtem Waſſer, welches mit der groͤßten Vorſicht deſtillirt war, nach
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