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Gas. Dieſe Thatſache iſt in den neueren Zeiten, hinſicht⸗ lich der Pflanzenkohle, durch die vortrefflichen Verſuche von Morozzo, Parot, Grindel, Brugnatelli, Rappe und Vogel, und hinſichtlich des Humus von Sauſſure, Alex. v. Humboldt, Landre, Thaers, Einhof und durch meine eigene Verſuche, die ich in Gegenwart meiner Zuhdrer angeſtellt habe, und von denen ich weiter unten ſprechen werde, beſtaͤtiget. Natuͤrlich wird die Quantitaͤt des Koh⸗ lenſtoffes durch die Einwirkung der Luft immer weniger, folglich auch die Quantitaͤt des Humus ſelbſt, und da dieſe Wechſelwirkung beider Stoffe auf einander fort— dauert, ſo liegt hierin die Erklaͤrung, warum der Humus, ſelbſt auf dem cultivirteſten geduͤngteſten Boden, in Waͤl⸗ dern, aus welchen nie Laub oder Nadeln genommen wer⸗ den konnten, dennoch nicht bis zu einer bedeutenden Hhe angewachſen iſt.
In dieſer Erſcheinung, in dieſem Verſchwinden des in jedem, auch dem kleinſten Raume der Welt, in jedem Moment in uͤbermaͤßiger Menge erzeugten Humus liegt, wie mich duͤnkt, ein wichtiger Beweis fuͤr die Nothwen⸗ digkeit deſſelben in der Natur, und namentlich fuͤr die Pflanzen. Es iſt ausgemacht, das er nicht zum Mineral werden, nicht unmittelbar als Thiernahrung angenom⸗ men werden kann, daß er in der Verbindung mit der Luft eine Gasart erzeugt, die den mehreſten thieriſchen Koͤrpern toͤdtlich iſt, daß die Quantitaͤt dieſer Gasart in un⸗ ſerer Atmosphaͤre doch ſo außerordentlich gering iſt, und endlich daß die Pflanzen im Boden von dieſer Art vor⸗ zuͤglich gut gedeihen. Sind dieſes nicht Thatſachen, die uns bei dem Hinblick auf die uͤbrigen weiſen Naturge⸗ ſetze mit Recht folgern laſſen, daß der Humus von den Pflanzen verzehrt werde, und hierin das Verſchwinden ſeiner Maͤchtigkeit liege. Es iſt abſurd, wenn man bei


