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Was ist Humus, wie und auf welche Weise wirkt derselbe als ernährendes Mittel für die Pflanzen? / Von Franz Körte, Königl. Professor und Lehrer der Chemie und Naturwissenschaften an dem landwirtschafltichen Institute zu Mögelin
Entstehung
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machen, d. h. oxydulirten Humus(Extractioſtoff) zu er⸗ zeugen. In welcher Form aber, ob in dieſer oder jener die Pflan⸗

zen den groͤßten Theil des im Humus befindlichen Koh⸗ lenſtoffs zu ſich nehmen, iſt im Allgemeinen noch nicht beſtimmt, und moͤgte es auch wohl nie werden; da die Organe eines jeden Pflanzenindividuums und ihre Vege⸗ tationsperioden die groͤßte Relativitaͤt vermuthen laſſen. Ich glaube, daß die Pflanzen den Kohlenſtoff in jeder Form aufnehmen, in welcher ſie ihn habhaft werden koͤnnen, und daß ihre Lebensthaͤtigkeit hauptſaͤchlich in der Zerſetzung der Kohle und in der Verbindung derſelben mit den Gasarten zu andern Koͤrpern, ihren Hauptwirkungs⸗ kreis habe. Sauſſuͤre glaubt, daß die Pflanzen von den ihnen vorgelegten, ihrer Organiſation angemeſſenen Stof⸗ fen, diejenigen am liebſten aufnehmen, welche am mehrſten fluͤſſig und am wenigſten klebrig waͤren. Wenn dieſer Glaube in der Natur zur Wahrheit wuͤrde, wofuͤr meh⸗ rere Thatſachen zu ſprechen ſcheinen, ſo muͤßten wir allerdings die Kohlenſaͤure als Lieblingsnahrung der Pflanzen anſehen. Alſo Oxygen und Waͤrme waͤren die naͤchſten Potenzen, durch welche der Humus veraͤn dert und zur Nahrung der Pflanzen tuͤchtig gemacht wird. Betrachten wir von dieſem Geſichtspunkte aus unſere atmosphaͤriſche Luft und den Humus, jene aus 0,21 Oxygen, 0,78 Azote, 0,or Kohlenſtoff beſtehend, und dieſen als modificirte Kohle, als einen Stoff, der eine außerordentliche Neigung hat, Gasarten und vorzuͤglich Sauerſtoffgas einzuſaugen, ſo liegt die Wechſelwirkung beider Stoffe auf einander, ſchon von ſelbſt klar vor un ſern Augen. Der Humus ſauget den Sauerſtoff der Luft ein, ſein Kohlenſtoff verbindet ſich mit demſelben und wird durch den Zutritt der Waͤrme zu kohlenſaurem B