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Was ist Humus, wie und auf welche Weise wirkt derselbe als ernährendes Mittel für die Pflanzen? / Von Franz Körte, Königl. Professor und Lehrer der Chemie und Naturwissenschaften an dem landwirtschafltichen Institute zu Mögelin
Entstehung
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Mineralogie von Gehlen. B. 4. S. 175) die durch die Beobachtung von Muͤller, Mitglied der koͤniglichen Ge⸗ ſellſchaft der Wiſſenſchaften zu Kopenhagen, unwiderleg⸗ bar bejahet zu werden ſcheint. Er fand in den Boden⸗ ecken eines wohlzugedeckten Gefaͤßes, in welchem man 35 Tonnen Springwaſſer an einem maͤßig warmen und feuchten Orte der Faͤulniß uͤberließ, eine Maſſe, welche 4 Zoll dick war. Sie hatte ſowohl an der Oberflaͤche als auf dem Bauche eine glaͤnzend-ſchwarze Farbe und glich hierin, ſo wie hinſichtlich der Haͤrte der weichen Steinkohle. Sie zeigte ſich noch feucht, in der Licht flamme brennbar, und gab einen ſteinkohlenartigen, doch aber nicht ſchwefeligen Geruch. Das zu dieſem Verſuche angewandte Waſſer wurde nachher chemiſch unterſucht, und man fand als Reſultat, daß in zwei Pott des klaren Springwaſſers nur drei Gran alkaliſche Salze und zwei Theile Kalk enthalten war. Wenn ſich bei dieſer Beobachtung nicht fuͤrchten ließe, daß ungewaſchne Haͤnde zu dem Gefaͤße gekommen waͤren, ſo waͤre ein großer Theil unſerer Kohlenlagen und vorzuͤglich des ver⸗ kohlten Humus der Stromniederungen und Seen mit allem Rechte, als ein Produkt der Verweſung des Waſſers, oder wenigſtens doch als ein durch das Waſſer bedingter Stoff anzuſehen.

Betrachten wir von dieſem Standpunkte aus die Prieſtleyſche Materie, ſammt ihrer Entſtehung und Ver⸗ nichtung, ſo iſt ſolche allerdings ein ſehr kraͤftiger Be weis fuͤr jene Produkte des Waſſers. Treviranus(in ſei⸗ ner Biologie) ſagt hieruͤber manches Intereſſante und Voigt(in ſeinem Anhange zu Sauſſuͤre's Werke uͤber die Vegetation), druͤckt ſich daruͤber folgender Geſtalt aus: Jedesmal fallen nach dem Tode dieſer ohne Saamen erzeugten Pflanzen, Organismen zu Boden und bilden