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Was ist Humus, wie und auf welche Weise wirkt derselbe als ernährendes Mittel für die Pflanzen? / Von Franz Körte, Königl. Professor und Lehrer der Chemie und Naturwissenschaften an dem landwirtschafltichen Institute zu Mögelin
Entstehung
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tentheils faͤlen. Saͤuren wirken daher nicht aufloſend auf ihn. Das kohlenſaure, ſo wie das aͤzende Kali und das aͤzende Ammonium, loͤſen ihn unvollkommen auf, und die Kalien befoͤrdern daher die Thaͤtigkeit des Bodens, und ihre aufloͤſende Kraft auf den oxydirten Humus giebt uns eine vollkommene richtige Erklaͤrung von der Wirkungsart der Aſchenduͤngung.

Der durch Saͤure verurſachte Niederſchlag giebt zu weilen ein braunes glaͤnzendes Pulver, welches geſchmack⸗ los iſt, und an der Luft trocken bleibt. Gluͤhet man daſſelbe, ſo giebt es etwa 15 Procent einer ſehr lockern, ſchwammigen, ſchwer einzuaͤſchernden Kohle.

Der ver kohl t e Hau m u.

Ueber die Entſtehung des kohligen Theils des Hu⸗ mus laͤßt ſich eben ſo wenig etwas beſtimmtes ſagen, als uͤber den Verkohlungsprozeß, welchem der Torf und die Braunkohle ihr Daſeyn zu verdanken haben. Abwe ſenheit des Lichts, der atmosphaͤriſchen Luft, ſo wie hin⸗ gegen die Gegenwart einer freien Saͤure, wenigſtens zu Anfange des Prozeſſes, ſcheinen jedoch unablaͤſſige Be⸗ dingungen zu ſeyn. Nur in Gegenden, welche lange Zeit unter Waſſer ſtanden, und durch dieſes gegen die Einwirkung der Luft geſperrt wurden, ſind bis jetzt die Produkte ſolcher Verkohlungen gefunden worden. Im⸗ mer ſind in dem Boden ſolcher Moore bald Eſſig⸗ bald Phosporſaͤure oder auch metalliſche Salze entdeckt worden. Sie ſcheinen, als bekannte antiſeptiſche Mittel, die Verweſung zu verhindern, und die ihrer Lebensthaͤtig⸗ keit beraubten organiſchen Koͤrper unverweslich, wohl aber geſchickt zu andern Verbindungen zu machen. Oder ſind die Kohlen vielleicht ſelbſt ein Produkt der Verweſung des Waſſers? Eine Frage(ſ. Jour. fuͤr Chemie, Phyſik und