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Was ist Humus, wie und auf welche Weise wirkt derselbe als ernährendes Mittel für die Pflanzen? / Von Franz Körte, Königl. Professor und Lehrer der Chemie und Naturwissenschaften an dem landwirtschafltichen Institute zu Mögelin
Entstehung
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rem noch den aus mildem Humus erhaltenen Extractiv⸗ ſtoff aus der waͤſſerigen Aufloͤſung, wohl aber theilen die erſtern derſelben eine dunkelbraune Farbe mit, Schwefel⸗ ſaures Eiſen und mehrere andere metalliſche Salze ſchlagen ihn aus ſeiner Aufloͤſung nieder. Dieſer Nieder⸗ ſchlag iſt nach den von mir zuerſt in dieſer Hinſicht ge⸗ machten Verſuchen nicht mehr im Waſſer aufldsbar. Ein Fingerzeig, wie ſchwefelſaures Eiſen auf die Vege tation nachtheilig einwirken kann. Hydrothionſaͤure ſchlaͤgt ihn aus ſeiner Aufloͤſung im Waſſer nieder. Der Nieder⸗ ſchlag iſt nicht mehr im Waſſer aufloͤsbar. Dieſe Eigen⸗ ſchaft macht es uns klar, warum der Humus von ſumpfi gem Boden, aus welchem ſich, allen unſern bisherigen Erfahrungen zufolge, eine bedeutende Menge Hydrothion⸗ ſaͤure entwickelt, ſo wenig im Waſſer aufloͤsliche Theile hat; eine Wirkung dieſer Gasart auf den oyxydulirten Humus, die daher von ſehr großer Wichtigkeit und mei⸗ nes Wiſſens erſt jetzt durch mich beobachtet worden iſt.

Dunſtet man den im Waſſer aufgeloͤſten Humus allmaͤhlig ab, ſo erhaͤlt man ſein ſchwarzbraunes, bit terſchmeckendes Extrakt, das nur mit Muͤhe als trockene Maſſe dargeſtellt werden kann. Auch nach dem Abdun ſten loͤſt ſich daſſelbe vollkommen klar im Waſſer auf.

Der durch Kalilauge aus dem Humus er⸗ haltene Beſtandtheil, oder der oxydirte Hu⸗ mus, zeichnet ſich durch folgende Eigenſchaften aus.

In ſeiner Aufloͤſung hat er, je nachdem das quan titative Verhaͤltniß des Humus zur Lauge groͤßer oder kleiner iſt, auch eine dunkelere oder lichtbraune Farbe. An der atmosphaͤriſchen Luft bleibt die Aufloͤſung mehrere Tage ungetruͤbt.

Durch mineraliſche, nicht ſo durch vegetabiliſche Saͤuren, laͤßt er ſich, wo nicht vollkommen, doch groͤß⸗