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Was ist Humus, wie und auf welche Weise wirkt derselbe als ernährendes Mittel für die Pflanzen? / Von Franz Körte, Königl. Professor und Lehrer der Chemie und Naturwissenschaften an dem landwirtschafltichen Institute zu Mögelin
Entstehung
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neinen Schlamm oder eine Erde von gelaͤuterter Beſchaf⸗ fenheit.

Eine eben ſo wichtige hierher gehoͤrige Beobachtung iſt es, daß die Braunkohle in der freien Luft weder durch Re⸗ gen noch durch Wind, wohl aber durch den Sonnenſchein in Holzerde mit einem Verluſt von ½ ihres Gewichts zer⸗ ſetzt wird.(ſ. Floͤrke's Repertorium des Neueſten und Wiſ⸗ ſenswuͤrdigſten aus der geſammten Naturkunde, B. 3. S. 260).

Schließen wir an alle dieſe Erfahrungen noch die ſo leicht zu machende an, daß das Holz, ſo wie mehrere thieri⸗ ſche Koͤrper, waͤhrend der Verweſung, alſo waͤhrend der Erzeugung des Humus, leuchten; daß wenn Holz unter Waſſer oder in der Erde, tief genug und in nicht zu großen Maſſen liegt, ſolches eine Kohlennatur annimmt; daß die Kohle und alle kohlenſtoffhaltigen Koͤrper im Son⸗ nenlichte mehr Sauerſtoff einſaugen und mehr kohlenſau⸗ res Gas abgeben; daß ſchwarze Koͤrper das mehreſte Licht einſaugen ꝛc., ſo geben, meiner Anſicht nach, dieſe Er⸗ fahrungen einen ſehr achtungswerthen Wink uͤber die maͤchtige Einwirkung des Lichts auf den Verkohlu ngspro⸗ zeß, ſo wie zugleich uͤber die Weiſe, wie der verkohlte Humus fuͤr die Vegetation geſchickter zu machen ſey. Der Graf von Morozze(Gehlens Journal fuͤr Chemie. B. 3. S. 631) ſagt:Es wäaͤre intereſſant, die Abſorbtion der Kohlen zu unterſuchen, auf welche man das Licht, durch gefaͤrbte Glaͤſer fallen laſſen oder noch beſſer die einzel⸗ nen Strahlen eines Prisma geleitet haͤtte. Voigt ſagt (in ſeinem Anhange zu Sauſſuͤres Werke S. 72 763) Jeder organiſche Koͤrper beſteht, meinen Anſichten nach, aus einer Verbindung von Licht und Erde. Hoͤrt dieſe lebendige Verbindung auf, ſo iſt es natuͤrlich, daß un⸗ ter ſchicklichen Umſtaͤnden das Licht theils als ſolches,