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Das Ganze der Schafzucht in Hinsicht auf unser deutsches Klima, und der angrenzenden Länder, insbesondere von der Pflege, Wartung und den Eigenschaften der Merinos und ihrer Wolle : ein vollständiges, alles umfassendes praktisches Handbuch für Guts- und Schäferey-Besitzer, Beamte, und Schäfer / von Bernhard Petri
Entstehung
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451 wand eintauchet, und ſo heiß als man es mit den Hän⸗ den leiden kann, den ſchadhaften Theil, nachdem vorher die Wolle davon genau abgeſchoren worden, und die Krätze oder die harte Haut durch die Nägel oder ein ſchmales Schabeiſen etwas wund iſt aufgekratzet worden, recht einreibend damit befeuchtet. Dieſe Operation wird jeden dritten Tag wiederhohlt. Das erſte Mahl em⸗ pfindet das Schaf durch dieſes Aufkratzen der Raude, einen angenehmen Reitz, den es durch Lippen und Zun⸗ ge zu erkennen gibt; das zweyte Mahl, wenn die Lau⸗ ge gewirket hat, iſt dieſe Empfindung ſchon mit Schmer⸗ zen vergeſellſchaftet; das dritte Mahl aber empfindet das Thier in der Regel ſchon ſtarke Schmerzen, welches zugleich das Zeichen iſt, daß die Milben getödtet ſind, und durch ihre nachgelaſſene juckende Bewegungen und den Reitz, den die Wunde dem Thiere verurſacht, Wund⸗ ſchmerzen eingetreten ſind. Der Sicherheit wegen kann man die Wunde noch ein Mahl ſtark mit dieſer Lauge einreiben, und die Cur iſt nun an dieſem Orte vollen⸗ det. Jedoch kann ſich eine Milbenfamilie auch an ei⸗ nem andern Theil des Körpers eingeniſtet haben, und erſt nach mehreren Tagen offenbaren; daher man die Thiers bey einer zweckmäßigen Curanſtalt in mehrere Haufen, nähmlich in ganz kranke, geneſende, curirte,

die aber wenigſtens 4 Wochen unter ſtarker Auf⸗ ſicht bleiben müſſen, und in ganz geſunde abthei⸗ len muß. Der Wollewuchs tritt gleich bey der Heilung wie⸗ der ein, und dieſe Lauge ſchadet der übrigen Wolle 5f2

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