20 Dritter Abſchn. Von Gebaͤuden, welche nur eine einfache
Streu verſtopft ſeyn, und kein Abfluß dazwiſchen uͤbrig bleiben. Uebrigens will man bemerkt haben, daß ſich dieſe Thiere bald an einen ſolchen Fußboden gewoͤhnen.
Die mit Feldſteinen gepflaſterten Fußboͤden ſind in Schweineſtaͤllen die ge⸗ braͤuchlichſten; wenn man aber ſtreng auf Reinlichkeit und Geſundheit der Thiere ſieht, ſo laͤßt ſich dagegen einwenden, daß der Urin groͤßtentheils von der Pflaſtererde einge⸗ zogen, und aller Reinlichkeit ungeachtet ein nachtheiliger Geruch erhalten wird. Die mit Klinkern auf der hohen Kante, oder mit Flieſen gepflaſterten Fußboͤden, ſind daher meiner Meinung nach in Schweineſtaͤllen die reinlichſten und beſten, und zwar, wenn ſolche,(wie es jedesmahl geſchehen ſollte,) von den Seitenwaͤnden ab nach der Mitte und zugleich von der Krippe ab nach hinten, mit einem ſtarken Gefaͤlle von bei⸗ nahe 1 Zoll auf den laufenden Fuß gepflaſtert und von ſolchem gemeinſchaftlich tiefſten Punkte aus durch die Frontmauern mit Loͤchern oder Ausfluͤſſen von 4 bis 5 Zoll ins Gevierte groß verſehen werden. Dergleichen gepflaſterte Fußboͤden ſind durch das Be⸗ ſpuͤhlen mit Waſſer ſehr gut zu reinigen, und von allem Geruch zu befreien; und da, vorzuͤglich im Winter, alle Abend trockene Streu gegeben wird, ſo werden ſolche Fuß⸗ boͤden fuͤr das Wohlſeyn und fuͤr die Geſundheit der Schweine immer die beſten blei⸗ ben. Selbſt bei weniger Streu ſind ſie fuͤr Maſtſtaͤlle ganz vorzuͤglich geeignet, weil dieſe uͤberhaupt, wegen der Feiſtigkeit der Thiere, noch kuͤhler als die uͤbrigen Schwei⸗ neſtaͤlle gehalten werden muͤſſen.
Die Fußboͤden in den Futtertennen werden(es moͤgen uͤbrigens die Staͤlle ſelbſt gepflaſtert oder gebohlt ꝛc. ſeyn) allemahl, entweder mit Feldſteinen oder beſſer gleich⸗ falls mit Klinkern auf die hohe Kante in Kalk gepflaſtert, und mit eben ſolchem, jedoch von den Staͤllen abwaͤrts gekehrten Gefaͤlle und Abfluß, wie vorher gedacht, verſehen, weil ſolche taͤglich wenigſtens einmahl ſehr rein abgewaſchen oder eigentlich geſcheuert werden muͤſſen..
Anm. In dem Journal, P'Eſprit des Journaux, Tom. V, Mai 1791, S. 375, wird in Be⸗ treff der Reinlichkeit der Schweine Folgendes angefuͤhrt:„Es iſt weſentlicher als man den— „ken ſollte, in einem Schweineſtalle einen freien Staͤnder oder Pfahl aufzuſtellen, an wel⸗ „chem die Schweine ſich reiben oder ſcheuern koͤnnen. Herr Marſchall hatte Gelegenheit, „die Nuͤtzlichkeit davon zu bemerken, als er ein paar Schweine in einen Stall brachte, in „welchem von ungefaͤhr ein ſolcher Pfahl befindlich war. Als die Schweine in dieſen Stall „kamen, waren ſie unrein, ihr Haar ſtrupig, und ihr Anſehen ſchlecht und traͤge. In „wenigen Tagen reinigten ſich die Schweine vollkommen, ihre Borſten waren ſehr gleich „und glaͤnzend; man bemerkte auch an der Munterkeit der Schweine, daß ſie ſich ſehr „wohl befaͤnden. Es iſt nicht zweifelhaft, daß diejenigen Thiere, welche kein Wohlbehagen „finden, auch nicht zunehmen. Die Wieſengaͤrtner(Herbagers) unterlaſſen es niemahls, „einige Baͤume oder Pfaͤhle ſtehen zu laſſen, damit ihr Vieh ſich daran reiben koͤnne; und „demungeachtet hat vielleicht noch niemand daran gedacht, in einem Schweineſtalle in eben


