18 Dritter Abſchn. Von Gebaͤnden, welche nur eine einfache
die Weide ſchicken, auch demnaͤchſt in den allgemeinen Ferkelſtall bringen. Hieraus geht alſo hervor, daß da, wo viel Ferkel gezogen werden, auch ein beſonderer kleiner Stall fuͤr die Abſetzferkel von vielem Nutzen iſt. Dieſer Ferkelſtall kann auch in dem allgemeinen Ferkelſtalle durch Einſetzbretter abgeſchlagen werden.
Die uͤbrigen Faſelſchweine und groͤßern Ferkel werden mit gekochten Kartoffeln, geſtampften Ruͤben oder Kohl, auch wohl mit Brandtwein- und anderm Spuͤhlig gefuͤt⸗ tert.**) Zu allem dieſem Behuf iſt die vorgedachte Kuͤche, Keller ꝛc., ſo wie auch eine ausgemauerte Grube fuͤr den Spuͤhlig erforderlich.
***) Den Saͤuen, welche ferkeln ſollen, muß kein Spuͤhlig aus der Brandtweinbrennerei gegeben werden, weil ſolche mehrentheils dann verwerfen.
Daß das gekochte Futter den Schweinen in Troͤgen verabreicht werden muß, verſteht ſich von ſelbſt; alles uͤbrige trockene oder blos geſtampfte Futter, als Ruͤben, Kohl ꝛc., wird ihnen aber blos auf die Futtertennen vorgeworfen, und die Troͤge als⸗ dann voll Waſſer gegoſſen, weil es den Schweinen ihrer hitzigen Natur wegen nie an Waſſer feylen darf.
Die Anlage der Maſtſtaͤlle, welche, wie ſchon gedacht, am zweckmaͤßigſten der Brandtweinbrennerei(wo ſolche vorhanden iſt) nahe liegen, unterſcheidet ſich von den ſo eben erwaͤhnten uͤbrigen Schweineſtaͤllen dadurch, daß ſolche keine Futtertennen er⸗ halten, ſondern die Troͤge dergeſtalt gegen die Staͤlle anliegen, daß die Schweine, ohne aus dem Stalle gelaſſen werden zu duͤrfen, daraus freſſen koͤnnen, wie weiter hin umſtaͤndlicher beſchrieben werden wird. Laͤngs vor dieſen Troͤgen muß aber ein,
wenigſtens 4 bis 5 Fuß breiter Gang vorhanden ſeyn, auf welchem die Stampftroͤge, Einbruͤhbottige ſtehen, und das vorraͤthig zubereitete Futter,(welches den Maſtſchwei⸗ nen am Ende der Maͤſtung jedesmahl wenig, aber recht oft verabreicht wird,) aufbe⸗ wahrt werden kann. Auf eine Futterkammer neben den Maſtſtaͤllen, zur Aufbewahrung und Zubereitung des Schrotes ꝛc. und auf eine Sei⸗ und Traͤnkgrube, letztere entweder
in der Brenn⸗ oder Brauerei ſelbſt, oder in dem Maſtſtalle, muß gleichfalls Ruͤckſicht genommen werden.
Was in Ab⸗—§. 139.
detaen in Es iſt ein ſehr einfaͤltiges Vorurtheil, wenn man glaubt, daß ein Schwein von Schweine Natur ein unreinliches Thier ſei, und in einem unreinlichen Stalle am beſten gedeihe. beim Bu de So wie Reinlichkeit allen uͤbrigen Thieren vorzuͤglich zutraͤglich und gedeihlich iſt, eben 5 5 b, ſo iſt ſie es auch den Schweinen. Daß aber ein Schwein ſich oft und gern im Kothe und
obachten iſt. Unflath waͤlzt, ruͤhrt von ſeiner hitzigen Natur her, und man muß daraus nicht einen


