16 Dritter Abſchn. Von Gebaͤnden, welche nur eine einfache
keln Platz darin finden muß, ſondern auch weil, wenn wegen Mangel an hinlaͤngli⸗ chem Raum die Sau ihre Ferkel druͤckt oder toͤdtet, ſie ſolche zuweilen frißt, und ſich ſo das Freſſen ihrer eigenen Jungen angewoͤhnt.
Ein Kempenſtall muß die Groͤße einer Saukothe erhalten, weil dieſe Thiere oft groß und dabei ſehr unruhig ſind.
Die Maſtſtaͤlle werden am beſten jedesmahl fuͤr e Schweine abgetheilt. Je⸗ de ſolche Abtheilung muß wenigſtens 24 Quadratfuß enthalten, jedoch nicht weniger, weil dieſe Thiere ſehr uͤppig ſind und vielen Futterneid beſitzen, daher beſſer, beſon⸗ ders da, wo der Schlag der Schweine groß iſt, 35 bis 40 Quadratfuß zu rechnen ſind. Wenn mehrere in einem Stalle beiſammen gemaͤſtet werden muͤſſen, ſo ſind fuͤr jedes Maſtſchwein 12 bis 16 Quadratfuß hinlaͤnglich.
Ueber die Groͤße des Stalles fuͤr kranke Schweine, welcher nur bei großen Schweinezuchten nothwendig iſt, und dann von den uͤbrigen Schweineſtaͤllen abgeſon⸗ dert angelegt wird, laͤßt ſich natuͤrlich nichts beſtimmen.
Die Groͤße eines Stalles in Eich- und Buchwaͤldern richtet ſich nach der Zahl der daſelbſt weidenden Maſtſchweine. Dieſe Staͤlle werden uͤberhaupt ſehr leicht und nur eigentlich als Schuppen gebauet.
Wenn die Zuchtſauen, Großfaſel⸗, Kleinfaſel⸗Schweine und Ferkel auch bei nicht großen Schweinezuchten, in einzelnen Abtheilungen des Stallgebaͤudes ſtehen, ſo verſteht ſich jedoch von ſelbſt, daß die Sauen mit ihren Ferkeln nicht mit den uͤbri— gen Schweinen auf einer und derſelben Futtertenne gefuͤttert werden duͤrfen. Auf einer Tenne werden die ſaͤmmtlichen Ferkel, Klein⸗- und Großfaſel⸗Schweine, beſonders wenn ſie Abends von der Weide kommen, gemeinſchaftlich gefuͤttert, und damit die kleinern von den groͤßern nicht verdraͤngt, auch die Troͤgge gehoͤrig geſtellt werden koͤnnen, ſo muß dieſe Futtertenne ſo groß ſeyn, als die Großfaſel⸗, Klein⸗ faſel- und Ferkelſtaͤlle zuſammen genommen an Groͤße betragen. Auch muͤſſen die Staͤlle um dieſe Futtertenne herum liegen und ihre Zugaͤnge von derſelben aus erhal⸗ ten. Nach dem Futtern wird eine jede Sorte in den Stall getrieben, wobei der Hirt ſich unter den Haufen begiebt, und oft mit vieler Muͤhe die Abſonderung der Schwei⸗ ne vorzunehmen hat.
Die zweite, von dieſer ganz abgeſonderten Futtertenne fuͤr die Zuchtſauen, muß ebenfalls ſo liegen, daß die Saukothen dieſelbe umſchließen und ihre Zugaͤnge von der⸗ ſelben erhalten. Die Fuͤtterung der Sauen mit ihren Ferkeln auf dieſem Platze ge⸗ ſchieht ſo, daß Anfangs eine jede Sau mit ihren Jungen allein, hernach mehrere Sauen mit ihren Jungen, und endlich wegen der Entwoͤhnung, die Ferkel allein und
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Saut derſel zu ſeh 2


