Teil eines Werkes 
3,2 (1811) Anweisung zur landwirthschaftlichen Baukunst : mit illuminirten Kupfern ; Theil 1, Abt. 2
Entstehung
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8 Dritter Abſchn. Von Gebaͤuden, welche nur eine einfache

Der Fußboden braucht nur aus geſtampfter Erde zu beſtehen. Auch haͤlt man dieß beſonders in Staͤllen fuͤr junges Federvieh fuͤr beſſer, damit ſie ſich durch das Auf⸗ picken des Futters mit den weichen Schnaͤbeln keine Schmerzen verurſachen und krumme Schnaͤbel bekommen, welche ihnen in der Folge ſehr hinderlich ſind. Wo aber das Unterwuͤhlen des Fundaments durch Ratzen und Maͤuſe zu befuͤrchten ſeyn ſollte, da iſt ein Mauerſtein⸗Pflaſter, auf der flachen Seite gelegt, beſſer, in wel⸗ chem Falle dann dem ganz jungen Vieh das Futter auf einem ausgebreiteten Tuche im Stalle vorgeworfen wird. Wenn es irgend die Witterung erlaubt, oder das Vieh nicht zur Maſt eingeſperrt ſitzt, geſchieht die Futterung allemahl außerhalb der Staͤlle, um nicht durch das Futter ſelbſt die Ratzen und Maͤuſe in die Staͤlle zu locken.

Die Groͤße der Gaͤnſe- und Entenſtaͤlle kann nach dem Quadratinhalte der Grundflaͤche ungefaͤhr berechnet, und es kann dazu fuͤr eine Gans 2 ½ Quadratfuß, und fuͤr eine Ente 13½ Quadratfuß angenommen werden, weil dieſe Art Thiere nur ne ben einander auf dem Boden ihren Platz nimmt, der deshalb mit hinlaͤnglichem Streu⸗ ſtroh verſehen werden muß. Aus demſelben Grunde muß auch der Fußboden des Stalles von der Hofflaͤche nicht zu hoch liegen, und wenn dieſe Hoͤhe bis einen Fuß betraͤgt,(um doch auch die Staͤlle recht trocken zu erhalten); ſo muß eine Appareille vor der Thuͤre angelegt werden.

Wo die Gaͤnſe etwa nicht auf die Huͤtung getrieben werden, ſondern mit den Enten gemeinſchaftlich im Gehoͤfte, oder in der Nahe deſſelben, auf einem Waſſer mehrentheils ſich aufhalten, da wuͤrde das jedesmahlige Eintreiben des Abends um⸗ ſtaͤndlich und ſehr muͤhſam ſeyn. Deshalb mache man in jedem Stalle zwei Thuͤren hinter einander, die aͤußere wie gewoͤhnlich von Brettern zum feſten Verſchluſſe, die innere aber von Gitterwerk mit einem Klappthuͤrchen darin, welche letztere der Groͤ⸗ ße der Thiere angemeſſen iſt, und die ſie ſich nach innen hinein ſelbſt aufſtoßen koͤnnen, indem dieſe Fallthuͤre nur von oben mit Baͤndern angeſchlagen iſt. Den Tag uͤber laͤßt man beide Thuͤren offen, damit die Gaͤnſe und Enten aus- und eingehen koͤnnen; ge gen Abend macht man zuerſt die Gitterthuͤre mit den Fallthuͤrchen zu. Eine ſolche kleine und ſehr leicht gearbeitete Fallthuͤre kann auch neben der eigentlichen Stallthuͤ⸗ re angelegt werden. Zum naͤchtlichen Verſchluſſe muß dann aber auch dieſe eine feſte Thuͤre von außen erhalten.

Die Puten und Huͤner ſitzen in ihren Staͤllen auf Geruͤſten von verhaͤltnißmaͤßig ſtarken Stangen uͤber einander. Dieſe Geruͤſte muͤſſen vom Fußboden gegen die

Waͤnde ſo ſchraͤg ſtehen, daß die oben ſitzenden die untern nicht beſchmutzen koͤnnen. Aus dieſem Grunde laßt ſich die Groͤße eines Puten- und Huͤnerſtalles auch ungefaͤhr nach

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