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innere Einrichtung erfordern, als Federvieh⸗Staͤlle ꝛc. 7
dieſe laufen, verwerfen ſich auch zu bald, da Regen und Sonnenſchein fortwaͤhrend darauf wirken; und da ſolche außerhalb lauter vorſpringende Kanten und Fugen geben, auf welchen der Regen ſtehen bleibt; ſo wird das Holz noch fruͤher als ſonſt zur Faͤul⸗ niß gebracht. Die innere Einrichtung der Taubenhaͤuſer mit abgeſonderten, aus Bret⸗ tern zuſammen geſetzten Zellen fuͤr jedes Taubenpaar, wie vorher beſchrieben worden, bleibt aber immer eine vorzuͤgliche Einrichtung, und kann auch bei gehoͤriger Erleuch⸗ tung mit Fenſtern da angebracht werden, wo nur Ein Ausflugloch ſtatt findet.
Wenn ein ſolches, gemeinſchaftliches Ausflugloch auf einem Wohngebaͤude ange⸗ bracht wird, wo alsdann zuweilen die Katzen ꝛc. uͤber das Dach hinweg gehen, auf das Ausflugbrett ſpringen, und in den Taubenboden kommen; ſo kann zur Vorſicht vor dem Ausflugloche ein, etwa 4 bis 5 Fuß langer Trichter von Brettern, außer⸗ halb ganz mit Blech beſchlagen mit der groͤßern Oeffnung gegen den Giebel und mit der kleinern Oeffnung abwaͤrts, herausgebaut und vor demſelben nur ein kleines Ausflug⸗ brett angelegt werden.
Wo man die einzelnen Zellen nicht anlegen will, oder ſolches zu koſtſpielig findet, da koͤnnen die Neſter auf leichte Geruͤſte feſt und ſo ſchraͤge uͤber einander geſtellt wer⸗ den, daß der Koth aus einem Neſte nicht in das andere unten ſtehende faͤllt, weil ſonſt die im Schmutze ſitzenden Tauben ihre Neſter zu verlaſſen bewogen werden.
Was die uͤbrige Einrichtung der Gaͤnſe⸗, Enten⸗, Puten⸗ und Huͤnerſtaͤlle be⸗ trifft, ſo iſt zuvoͤrderſt zu bemerken, daß ſolche mit ordentlichen Glasfenſtern, und zu mehrerer Sicherheit noch mit Drathgittern verſehen ſeyn muͤſſen, damit zu den Ge⸗ ſchaͤften im Stalle gehoͤriges Licht vorhanden iſt, auch die Staͤlle nicht dumpfig wer— den, wodurch das Federvieh Laͤuſe bekommt. Um die Luft in allen Orten dieſer Staͤlle rein und geſund zu erhalten, iſt das oftmahlige Ausweißen ſehr nothwendig, und um die Reinigung der Federvieh⸗Staͤlle recht gut zu bewirken, muß oft und viel Sand hinein geſtreuet werden. Vorzuͤglich ſind Fenſter in Bruͤte- und Maſtſtaͤllen zur oftmahligen Reinigung der Luft erforderlich, welche aber Fenſterladen erhalten, weil Finſterniß dem Bruͤten und Maͤſten zutraͤglich ſeyn ſoll. Die Thuͤren werden nur ſo klein gemacht, als zum Ein⸗- und Ausgehen durchaus nothwendig iſt, auch muͤſſen ſie
ſehr dicht ſchließen, und wegen des Durchfreſſens der Ratzen allenfalls inwendig an
den untern Kanten herum mit Blech beſchlagen werden. Aus eben dieſer Urſach, da⸗ mit Ratzen und Maͤuſe nicht in die Staͤlle dringen, und beſonders unter dem jungen Federvieh Schaden anrichten, muͤſſen auch die Umfaſſungsmauern entweder maſſiv, oder von ausgemauertem Fachwerk, am wenigſten aber von duͤnnem, ausgeſtacktem und gelehmtem Fachwerk ſeyn.


