innere Einrichtung erfordern, als Federvieh Staͤlle c. 5
das, aus dem fuͤnften Stuͤcke der erwaͤhnten Oekonomiſch⸗veterinaͤriſchen Hefte entlehnte Beiſpiel Fig. 143 zu einer Stallanlage dienen. Es ſind abe und d. Gaͤnſe⸗, Enten⸗, Puten⸗ und Huͤnerſtaͤlle. Im Boden uͤber dieſen Staͤllen ſind die Dauben unterzubringen. Die Raͤume efg ſind als Hoͤfe zu betrachten, in welchen das Vieh frei herumgehen kann; h ſind Traͤnktroͤge. Die Umfaſſungen dieſer letzten Hoͤfe beſtehen aus dicht geflochtenen Drathgittern, und der Fußboden beſteht aus ei⸗ nem Lehmſchlag. Dergleichen Federvieh-Liebhaber halten aber mehrentheils Faſanen, fuͤr welche dann, ſo wie fuͤr die Huͤner, die heizbaren Staͤlle e und b beſtimmt werden koͤnnen. Die Tauben im Dachboden koͤnnen von der Heizung der untern Staͤlle pro— fitiren, wenn noch die Sparren unterhalb mit Brettern dicht verſchalt, und uͤber dem Ofen, in der Decke der untern Staͤlle, Oeffnungen angelegt ſind.
Die Raͤume oikl werden mit einem ſo genannten Pultdache uͤberbauet, und uͤber den Raͤumen Ikmu kann ein Gitterwerk oder auch ein einſeitiges Bretterdach an⸗ gelegt werden. Im letztern Falle muß die Linie 1k den Dachforſt angeben, und das Dach nach mi und oi ablaufen.
Die Taubenhaͤuſer mitten im Gehoͤfte werden auf einer oder mehrern Saͤulen ru⸗ hend, oder, wie in den bisherigen Beiſpielen gezeigt worden, ſo angelegt, daß unter denſelben noch andere nutzbare Raͤume und Stallungen vorhanden ſind. Die, auf einer einzelnen Saͤule ſtehenden Taubenhaͤuſer ſollen beſonders den Zweck befoͤrdern, daß Iltiſſe, Marder und Katzen nicht leicht hinan klettern koͤnnen; ſie haben aber kei⸗ nen feſten Stand, oder erfordern doch, um ſolchen zu erhalten, umſtaͤndlichere, und fuͤr die Folge wenig dauerhafte Vorrichtungen; auch koͤnnen ſie dann nur ſehr klein wer⸗ den. Am dauerhafteſten ſind diejenigen der Taubenhaͤuſer,(unter welchen der Raum nicht zu andern Stallungen benutzt wird,) wenn ſelbige auf vier Saͤulen ſtehend, nach Fig. 144, angelegt werden. Die innere Einrichtung derſelben iſt aus Herrn Riems und Reuters vorgedachtem Werke entlehnt. A iſt der Grundriß, B der Aufriß und C der Durchſchnitt deſſelben. Vermittelſt einer Leiter ſteigt man zur Thuͤre a Fig. A, und an dem andern Ende kann ein Glasfenſter b befindlich ſeyn. Innerhalb, an beiden langen Seiten ſind die abgeſonderten Zellen o fuͤr jedes Tauben⸗ paar, wornach alſo in dieſem Raume 60 Paar Platz finden. Jede Zelle c iſt etwa 18 Zoll breit, 18 Zoll hoch, 2 bis 2½ Fuß tief, und hat eine 6 Zoll im Quadrat gro⸗ ße Oeffnung, ſo wohl bei f als bei d. Vor jeder der aͤußern Oeffnungen d iſt ein klei⸗ nes Ausflug⸗Brettchen e. Die innern Oeffnungen f bleiben beſtaͤndig offen, die aͤu— ßern d aber werden durch einen Schieber hein Fig. B, welcher an ſeiner obern und un⸗ tern Kante in Leiſten laͤuft, verſchloſſen. In einem ſolchen Schieber ſind eben ſolche


