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welche Balkendecken und Bodenraum erf., als Schafſtaͤllec. 259
Beide erwaͤhnte Sparren⸗ und Balkenvertheilungen ſind eigentlich nicht einer ganz ſoliden und dabei regelmaͤßigen Conſtruction angemeſſen, indem dergleichen Aus⸗ wechſelungen ꝛc. immer nur zu den Nothbehelfen gehoͤren, auf welche man ſich nicht in Abſicht des Schubs der Sparren ganz verlaſſen ſollte. Regelmaͤßiger und beſſer iſt es
dagegen, die Art der Decken und der Dachbedeckung ſo gegen einander zu waͤhlen,
daß entweder auf jeden Balken, oder doch auf einen Balken um den andern ein Spar⸗ rengebind geſetzt wird.
Muß man aber, vielleicht aus beſonderer Oekonomie, die vorerwaͤhnte Balken⸗ und Sparreneintheilung waͤhlen; ſo iſt als eine Hauptregel dabei zu beobachten, die Wechſel ſo nahe als moͤglich an die Fronten zu legen, und in den Balken mit einem Bruſtzapfen(Fig. 2 im zweiten Theil) die Stichbalken aber in den Wechſeln mit ei⸗ nem Schwalbenſchwanz⸗Zapfen(Fig. 12 im zweiten Theil) zu verbinden.
Die Wechſel ſo nahe als moͤglich gegen die Fronten zu legen, hat darin ſeinen Grund, um die, durch Einzapfung der Wechſel in die Balken verurſachte Schwaͤchung der letztern ſo nahe als moͤglich an ihrem Auflager anzubringen. Die hierdurch noth⸗ wendige Durchlochung der Balken wuͤrde alſo, wenn die Balken von Halbholz, naͤhm⸗ lich ein Mahl aufgeſchnittenem Ganzholze gewaͤhlt werden ſollten, noch nachtheiliger ſeyn. Daher ſind Balken von Halbholz nur da anzubringen, wo auf dem Balken ſelbſt ein Gebind Sparren ſteht, und auch eigentlich nur bei geſtreckten Windeldecken.
Die Unterzugsſtaͤnder mehr als 16 Fuß und bis zu 18 und 20 Fuß weit aus ein⸗ ander zu ſtellen, wie dieß die Oekonomen in Abſicht des innern Raums wohl wuͤn⸗ ſchen, waͤre an ſich zwar wohl mit Huͤlfe der Sattelhoͤlzer(ſiehe im zweiten Theil §. 10. Fig. 21) moͤglich, jedoch deshalb nicht anzurathen, weil dann auch die Dach⸗ binder, deren Raͤhme doch gewoͤhnlich ſchwaͤcher ſind, zu weitlaͤufig ſtehen, auch in hoͤlzernen Staͤllen, die im zweiten Theile Fig. 27 gedachten Strebewaͤnde, zu weit aus einander ſtehen wuͤrden.
Die Unterzuͤge muͤſſen durch Baͤnder von den Unterzugsſtaͤndern aus unterſtuͤtzt werden. Eben ſolche Baͤnder auch unter die Binderbalken nach der Diefe des Gebaͤu— des anzubringen, kann hoͤchſtens nur den Nutzen haben, daß die Punkte, in welchem die Dachſtuhlſaͤulen auf den Balken ſtehen, noch beſſer unterſtuͤtzt werden. Da dieß aber bei gehoͤriger Vertheilung der Unterzuͤge nicht von eigentlicher Nothwendigkeit iſt, dagegen letztere Baͤnder beim Durchfahren durch den Stall ſehr hinderlich ſeyn wuͤr— den, ſo iſt es zweckmaͤßiger ſie ganz wegzulaſſen.
Einige Baumeiſter haben die eben gedachten, von den Unterzugsſtaͤndern nach den Binderbalken hinauf reichenden Baͤnder auch in Abſicht des Verbandes nach der
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