Teil eines Werkes 
3,1 (1811) Anweisung zur landwirthschaftlichen Baukunst : mit illuminirten Kupfern ; Theil 1, Abth. 1
Entstehung
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welche Balkendecken und Bodenraum erf., als Schafſtaͤlle c. 251

auf dem Brette eine kſeine, etwa r Zoll hohe Leiſte befeſtigt. Hierdurch werden die Schafe verhindert, ſich quer vor die Raufe zu ſtellen, und ſie koͤnnen ſo wenig ſich ſelbſt, als andern das Heu in die Wolle ziehen, indem ſie jedesmahl den Hals und Kopf aus⸗ ſtrecken muͤſſen, um das Heu aus der Raufe zu ziehen; ja es faͤllt auch dann das Ge⸗

ſaͤme auf das, eine flache Krippe bildende Brett, wo die Schafe es nach dem Heufutter

auflecken koͤnnen.

So ſehr indeß ſchon hierdurch fuͤr die Oekonomie des Futters und fuͤr Reinhal⸗ tung der Schafwolle geſorgt ſeyn mag; ſo hat man doch noch dem Umſtande zu begeg⸗ nen, daß naͤhmlich die Schafe, indem ſie das Heu aus der Raufe ziehen, die Schraͤ⸗ ge der Raufe uͤber ihren Koͤpfen haben. Dadurch kann dennoch die Wolle am Kopfe ſich verunreinigen, und was die Hauptſache iſt, die weggedraͤngten Schafe koͤn⸗ nen in die Raufe ſpringen, und ſich(indem ſie ſich daſelbſt weder halten, noch her⸗ ausſpringen koͤnnen) leicht Schaden thun.

Herr Riem liefert daher in ſeinem mehr gedachten Hefte die umſtaͤndliche Be⸗ ſchreibung einer doppelten Raufe nebſt Krippe, welche alle obige Erforderniſſe befrie⸗ digt, und deshalb mitgetheilt werden ſoll.

In Fig. 136 A, B und C iſt eine ſolche doppelte Raufe nebſt Krippe in ihren drei verſchiedenen Stellungen, im Profil, desgleichen in Fig. D nach der Laͤnge vorgeſtellt. Fig. A iſt die Stellung derſelben, waͤhrend die Schafe an beiden Seiten daraus freſ⸗ ſen; aa und bb ſind Raufenſtoͤcke, wovon aber diejenigen bei aa wenigſtens 4 Zoll, und die bei bb nur 12½ Zoll aus einander ſtehen, damit auf den Staͤben b b das Heu gehalten werden, und nur das Geſaͤme durch die Zwiſchenweiten in die darunter be findliche Krippe fallen, zwiſchen den Staͤben aa aber die Schafe das Heu hinauszie⸗ hen koͤnnen.

Die Krippen darunter ſind etwa g bis 10 Zoll breit und hoch, und koͤnnen aus Zoll ſtarken Brettern, oder allenfalls aus 2zoͤlligen Bohlen, auch von beliebiger Laͤnge verfertigt werden. Die Raufen aber werden, eine jede um etwa 6 Fuß lang von einem Stiel zum andern, gemacht(Fig. D), weil ſie gehoben und niedergelaſſen werden muͤſſen, ſonſt alſo zu ſchwer ſeyn wuͤrden.

Diejenigen Raufenbaͤume, welche z. B. in Fig. B dicht am Mitteelſtiel liegen, ſind mit Stricken oder Weidenbaͤndern etwas locker, jedoch ſo mit einander verbunden, daß ſie in allen drei Stellungen Fig. A, B und O an einander gehalten werden koͤnnen.

Auf der Oberkante der Krippen, bei d in allen Figuren ſind vorſtehende und et⸗ was in die Hoͤhe gekroͤpfte Querhoͤlzer befeſtigt, gegen welche die untern Raufenbaͤume Ji 2