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welche Balkendecken und Bodenraum erf., als Schafſtaͤlle c. 247
Geſaͤme ꝛc. vom Boden nicht herunter falle, wodurch die Wolle der Schafe verdirbt, auch ein Theil der nahrhafteſten Fuͤtterung verlohren geht. Nach dieſen dkonomiſchen Erforderniſſen muß alſo die Conſtruction der Decke in einem Schafſtalle folgender Ma⸗ ßen gewaͤhlt werden.
Ueber die Balken nach der Laͤnge des Gebaͤudes ſo genannte Schletſtangen zu ſtrecken, auf welche man eine Lage Stroh, die nachher zur Streu gebraucht wer⸗ den kann, legt, und auf welche das Heu gebanſet wird: dieſe Art der Decke iſt wohl in Beziehung auf die angegebenen Ruͤckſichten die ſchlechteſte, weil durch ſelbige ſo wohl die Ausduͤnſtungen hinauf ſteigen, als auch das Geſaͤme herabfallen kann. Einen Dielenboden anſtatt derſelben uͤber die Balken zu legen, iſt aber wiederum, der zu beobachtenden Holzerſparung wegen, nicht anzurathen.
Wo die Balken aus ſchwachem Mittelholze, oder auch aus einmahl aufgeſchnit⸗ tenem, ſtarken, naͤhmlich ſo genannten Halbholze gemacht werden, und man alſo ſel— bige durch das Einfalzen der Stakhoͤlzer nicht ſchwaͤchen will, oder wo, einer Stroh— dach⸗Bedeckung halber, die Balken 5 Fuß und daruͤber aus einander liegen, folglich die Windelfache zu ſchwer ſeyn wuͤrden, finden die ſo genannten geſtreckten Win⸗ deldecken die zweckmaͤßigſte Anwendung. Die Anfertigung derſelben(die bereits im zweiten Theile§. 16 und in des Herrn ꝛc. Boͤthke mehrgedachten Beitraͤgen be⸗ ſchrieben worden) beſteht darin, daß nach Fig. 130 B gekloͤbte, etwas ſtarke, kiene— ne, oder elſene, birkene und dergleichen Lattſtaͤmme mit Lehmſtroh umwunden, nach ihrer natuͤrlichen Laͤnge(oder wenigſtens nicht kuͤrzer als uͤber drei Balken reichend) dergeſtalt gelegt und mit hoͤlzernen Naͤgeln angenagelt werden, daß ſo wohl die Stoͤße, als die Stamm- und Zopfenden gehoͤrig mit einander uͤberwechſeln. Alsdann wird oben darauf ein Lehmeſtrich gemacht, und unterhalb werden die Fache glatt geſtrichen. Es iſt aber darauf zu ſehen, daß eine ſolche Decke wenigſtens 6 Zoll dick wird.
Die Erfahrung lehrt, daß dergleichen Decken nicht nur alle vorher erwaͤhnte Er⸗ forderniſſe leiſten, ſondern auch den bedeutenden Vortheil gewaͤhren, daß man mit der Vertheilung der Balken, in Betreff der etwa groͤßern Sparrenweiten, nicht ſo wie bei den Windelboͤden genirt iſt. Ferner erhaͤlt man durch den Lehmeſtrich darauf, wel⸗ cher ſaͤmmtliches Deckenholz bedeckt, eine feuerſichere Decke, welche bei einem, im Dache entſtehenden Brande gewiß eine geraume Zeit lang das Feuer vom Stalle ſelbſt abhalten wird.
Anm. Da die Entzuͤndung und Fortpflanzung eines Feuers gewoͤhnlich vermittelſt der Stroh⸗ und Rohrdaͤcher geſchieht; ſo macht Herr Lange in ſeiner Abhandlung uͤber wetter⸗ feſte Daͤcher den Vorſchlag, nicht nur die Deckenbalken mit einem feſten Lehmeſtrich zu be⸗


