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welche Balkendecken und Bodenraum erf., als Schaſſtaͤlle c. 245
Anm. Daß bei dieſer Art von Luftzuͤgen die Frontmauern zwiſchen den Balken bis zur Ober⸗ kante derſelben hinauf gemauert werden, und daß, indem ſie die Ausfuͤllung der Balkenfaͤcher ſcharf beruͤhren, die Oeffnungen zwiſchen den Balken dicht verſchließen, verſteht ſich von ſelbſt.
Da die Schaͤfer ſelten der Kaͤlte wegen, ſondern mehrentheils nur, um den ein⸗ dringenden Schnee und Regen abzuhalten, die Oeffnungen im Stalle verſtopfen; ſo iſt ſolches bei den eben erwaͤhnten Luftzuͤgen gar nicht noͤthig, und kann mithin der noͤ⸗ thige Luftzug fortdauernd beibehalten werden. Die Anzahl der in Fig. 130 B angege⸗ benen Luftzuͤge richtet ſich, ſo wie die der Fenſter, am ſchicklichſten nach den Bindern des Gebaͤudes, wobei dann ſelbige ungefaͤhr 15 Fuß weit aus einander ſtehen.
Die Dunſtfaͤnge in Geſtalt der Schornſteine von der Decke bis zum Dache binaus leiſten gewiß das nicht, was die erwaͤhnten Luftzuͤge bewirken. Da indeſſen einige Oekonomen und Baumeiſter noch fuͤr dieſelben eingenommen ſind, ſo muß ihre Anlage hier mit wenigem erwaͤhnt werden.
In Entfernungen von 60 bis 30 Fuß werden in der Decke Oeffnungen von der Breite des Balkenfaches und 5 bis 6 Fuß lang angelegt. Ueber dieſen Oeffnungen werden pyramidenfoͤrmige Schornſteine von Kreuzholz verbunden und mit geſpundeten Brettern dicht bekleidet, ſo daß ihre obere Oeffnung uͤber dem Forſte des Daches ungefuͤhr 2 Fuß im Quadrat betraͤgt. Oben werden dieſe Schornſteine mit einem kleinen Bretterdache bedeckt, und unten in der Decke des Stalles werden ſie zuweilen mit Schiebern ver⸗ ſehen, welche zugeſchoben werden koͤnnen, wenn etwa zu heftige Kaͤlte eintreten ſollte; jedoch iſt dieſe Vorſicht und Veranſtaltung ſo nothwendig nicht.
Ein anderer Vortheil laͤßt ſich aber mit dieſen Dunſtroͤhren verbinden, naͤhmlich daß man durch die Oeffnungen derſelben das Heu nach dem Boden hinauf ſtecken kann, und zwar auf die Art, daß auf dem Boden an einer Seite der Röoͤhre eine Thuͤre ange⸗ legt wird. Durch eben dieſelben Oeffnungen wird auch auf verſchiedenen Stellen des Stalles das Heu zum Futtern wieder herunter geworfen. Wo daher dergleichen Dunſtroͤhren nicht vorhanden ſind, muͤſſen verſchiedene Oeffnungen mit dicht ſchließen⸗ den Fallthuͤren in der Decke angelegt werden, damit nicht jedesmahl beim Fuͤttern das Heu die Treppe herunter getragen, und laͤngs dem Stalle vieles davon verſchleppt und vertreten werden darf. Dergleichen Oeffnungen in der Decke, und vorzuͤglich die vorge— dachten Dunſtroͤhren, muͤſſen immer ſehr dicht gehalten werden, damit der Dunſt ſich nicht dem Heu auf dem Boden mittheilen kann. Da indeß die Dunſtroͤhren gewoͤhnlich nur da angebracht werden, wo keine andere Luftzuͤge in den Fronten vorhanden ſind; ſo muß der Dunſt aus allen Theilen des Stalles unter den Oeffnungen der Dunſtroͤh⸗ ren ſich ſammeln, woſelbſt er ſich häufig in Tropfen anlegt, und dadurch zum baldigen Verfaulen der Balken und Dunſtroͤhren Gelegenheit giebt. Schon dieß koͤnnte wohl


