232 Zweiter Abſchn. Von Anlage u. Conſtruct. ſolcher Gebaͤude,
hinunter zum Flaſchenzuge k, dann hinauf uͤber den Bolzen bei c, und iſt bei h auf der andern Seite des Gehaͤuſes mit dem andern Ende befeſtigt. Es iſt alſo ein Tau in Einem Stuͤcke, deſſen beide Enden bei g und h gut befeſtigt ſind. Durch dieſe Anle— gung des Taues, und indem deſſen mittlerer Theil einige Mahl um die Trommel ge— wickelt iſt, wird, waͤhrend des Drehens an den Kurbeln, ein Kloben hinauf gewun— den, indem der andere Kloben ſich hinab windet. Es werden auf ſolche Art z. B. erſt zwei Tonnen an den einen Kloben gehangen, und durch das Drehen der Kurbeln nach der einen Richtung hinauf gewunden. Dann werden der ganze Krahn und mit ihm die Tonnen nach dem Lande gedreht, hierauf die an den andern Kloben zu haͤngenden beiden Tonnen, durch das Drehen der Kurbeln nach der entgegen geſetzten Rich⸗ tung, hinauf gewunden, und ſo wird fortgefahren, wobei alſo, waͤhrend die erſten zwei Tonnen auf dem Lande vom Kloben abgenommen werden, zugleich zwei andere Ton— nen im Schiffsgefaͤße angehangen werden, und der Krahn nur immer zur Haͤlfte um⸗ gedreht werden darf
Zum lothrechten, feſten Stande dieſer Maſchine iſt der Balken e(ſiehe den Grundriß Fig. 127 C) noch mit zwei Streben mm, welche mit den Balken des Magazins und mit dem Balken e verbolzt ſind, befeſtigt, wobei der Balken e Fig. A auf einem der Balken l des Magazins(welcher zu dem Ende etwas laͤnger und vom Gebaͤude vorragend iſt) liegt, mit welchem er gleichfalls verbolzt iſt.
So lange es noch moͤglich iſt, einen ſolchen Balken e, auf eine nicht zu große Laͤnge vom Magazingebaͤude aus, zur Feſthaltung des obern Theils der Maſchine an⸗ zubringen, ſo lange iſt dieſe Maſchine eine der ſimpelſten und zweckmaͤßigſten. Wenn aber eine Hebemaſchine oder ein eigentlicher Krahn in groͤßerer Entfernung vom Ma— gazin fuͤr ſich ſelbſt feſt ſtehen ſoll, dann koͤnnen die auf den hieſigen Packhoͤfen befind⸗ lichen Krahnwinden, wie ſolche von dem Herausgeber dieſer Schrift ſchon in den Sammlungen nuͤtzlicher Aufſaͤtze ꝛc., die Baukunſt betreffend, 1803, erſter Band, beſchrieben ſind, Anwendung finden.
Der Vollſtaͤndigkeit wegen, und weil dieſe Krahnmaſchinen nachher durch die, damit gemachten Erfahrungen noch mehr vereinfacht worden, will ich die Beſchreibung derſelben hier einſchalten.
Anm. Die bisherigen großen Krahnwinden, mit welchen Laſten von 60 und mehrern Centnern gehoben werden konnten, beſtanden aus einem Gebaͤude, welches ungefahr 20 Fuß im untern Durchmeſſer und an 30 Fuß Hoͤhe hatte, und auf einer Spindel ruhete. In demſelben wurden, vermittelſt eines großen, vertikal ſtehenden Tretrades die Laſten gehoben. Eine ſolche Maſchine
koſtete zwiſchen 5⸗ und 6000 Thaler. Ihre Groͤße ſo wohl als auch ihre Koſtbarkeit veraulaßten, auf Mittel zu denken, wie auf folgende beſſere Art derſelbe Zweck erreicht werden koͤnnte. 3 Die


