Teil eines Werkes 
3,1 (1811) Anweisung zur landwirthschaftlichen Baukunst : mit illuminirten Kupfern ; Theil 1, Abth. 1
Entstehung
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welche Balkendecken und Bodenraum erf., als Magazine ꝛc. 225 Die innere Diefe betraͤgt alſo in der erſten Etage 34 Fuß, und darin befinden

ſich zwei Unterzuͤge, welche aber nicht die innere Tiefe in drei gleiche Theile theilen,

ſondern zur Gewinnung des Raums mehr nach der Mitte, und daſelbſt nur 6 Fuß von einander entfernt ſind, ſo daß die Balken von den Unterzuͤgen bis zu den Fronten auf 12 ½ Fuß Laͤnge frei liegen.

In der ganzen Laͤnge befinden ſich außer den Giebeln und den beiden Flurmauern, welche fuͤr ſich die Stelle der Unterzugsſtaͤnder vertreten, noch ro Paar doppelte Un⸗ terzugsſtaͤnder durch die erſte und zweite Etage hinauf.(Die Unterzugsſtaͤnder im Dachboden, welche die Kehlbalken tragen, ſind aber nur einfach.) Die Entfernung der Unterzugsſtaͤnder nach der Laͤnge des Gebaͤudes betraͤgt alſo nicht mehr als 13 Fuß, welche Entfernung bei der vorher geſchilderten großen Laſt des Salzes auch nicht groͤ⸗ ßer ſeyn darf.

Jedes Paar Unterzugsſtoͤnder ſteht auf einem gemeinſchaftlichen Fundamente (ſiehe Fig. A), welches oben 10 Fuß Laͤnge, 3 ½ Fuß Breite, unten im Grunde aber noch mehrere Laͤnge und Breite hat. Dieſer Zuſammenhang der Fundamentpfei⸗ ler bewirkt eine weſentliche Vermehrung der Feſtigkeit. Auf den Fundamentpfeilern liegen feſte Sandſtein-Quadern, worauf die Unterzugsſtoͤnder ſtehen.

Die Balken liegen in beiden Balkenlagen nur 1 Fuß 7 ½ Zoll weit von Mittel zu Mittel aus einander, und ſind dabei von ganzem Holze hochkantig gezimmert. Zwi⸗ ſchen dieſen geringen Balkenweiten bleibt bei den Bindern nur gerade ſo viel Raum, daß die Unterzugsſtaͤnder hindurch reichen konnen. Sehr ſtarke Unterzuͤge liegen, auf die ſchon fruͤher beſchriebene Art, durch die Mitte der doppelten Staͤnder unter den Balken hinweg, und ſind noch mit ſtarken Baͤndern von den Staͤndern aus unterſtuͤtzt.

Nicht auf jedem Balken, ſondern nur auf einem um den andern, ſteht ein Dach⸗ gebind, wodurch alſo die Gebinde 3 Fuß 3 Zoll von einander entfernt ſtehen. Das Dach iſt mit liegendem Stuhl, jedoch mit zweierlei Arten von Bindern außer den Leer⸗ gebinden verſehen. In Fig. 125 A iſt das vollſtaͤndige Profil, und in Fig. 125 D die Zulage vom Dache vorgeſtellt. Im Profil A iſt eine Art Binder enthalten, wel⸗ che in Fig. E einzeln angegeben iſt, und ſich nur jedesmahl auf den Balken, welche in der Zulage Fig. D mit a bezeichnet ſind, alſo 13 Fuß von einander entfernt befinden. Fig. B iſt die zweite Art Dach⸗Binder, welche ſich jedesmahl uͤber den, in der Zulage Fig. D mit b bezeichneten Oalken, alſo ebenfalls 13 Fuß von einander entfernt befin⸗ den. In Fig. OC iſt ein Leergebind vorgeſtellt, wie ſolche ſich allemahl zwiſchen zwei der vorgedachten Binder, auf den in der Zulage D mit o bezeichneten Balken, folglich in Entfernungen von 6 ⅞ Fuß befinden. Jedes dieſer Gebinde hat zwar einen Haupt⸗

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