Teil eines Werkes 
3,1 (1811) Anweisung zur landwirthschaftlichen Baukunst : mit illuminirten Kupfern ; Theil 1, Abth. 1
Entstehung
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226 Zweiter Abſchn. Von Anlage u. Conſtruct. ſolcher Gebaͤude,

kehlbalken, welche daher unter ſich nur 3½ Fuß von einander entfernt liegen; allein

nur in den Bindern Fig. B iſt jedesmahl ein oberer Kehl⸗ oder Hainbalken verbunden,

welche daher unter ſich 13 Fuß von einander entfernt liegen, dabei aber durch die, mit d bezeichneten Raͤhme den obern Sparren die noͤthige Unterſtuͤtzung geben. Die Unterzugsſtaͤnder im Dache befinden ſich allemahl in den Gebinden E, und ſind alſo wie vorgedacht 13 Fuß von einander entfernt.

Dieſer zuſammen geſetzte Verband iſt eigentlich deshalb gewaͤhlt, um die Dach⸗ fenſter⸗Sparren zugleich als Dachſparren zu gebrauchen, und ſo die ſonſt gewoͤhnlichen langen Dachſparren zu erſparen. Ferner iſt es durch dieſen Verband leicht moͤglich, was ſonſt zuweilen Schwierigkeiten hat, die Dachfenſter genau uͤber den untern Fen⸗ ſtern und von beliebiger Breite zu machen, weil die Dachfenſter-Stiele auf die Schwellen e nach Willkkuͤhr geſtellt werden koͤnnen. Die Dachfenſter-Sparren und die Riegel derſelben muͤſſen ſich zwar nach den Dachgebinden richten, weil ſie gegen ſolche anlaufen; da aber die Dachfenſter ſich in einer geraden Dachwand befinden, ſo koͤnnen deſſen ungeachtet die Stiele an beiden Seiten eines Dachfenſters willkuͤhrlich geſtellt werden. Die untern Knaggen gh laufen dann entweder gegen die Dachfenſter⸗ Stiele, oder zwiſchen ſelbigen gegen die Sparren.

Durch die Anlage ſolcher Dachfenſter wird auch noch der Vortheil erzielt, daß, bei einer hinlaͤnalichen Anzahl derſelben, dennoch keine ausgemauerte Seitenwangen, wie bei den ſonſt gewoͤhnlichen Dachfenſtern, die einzelnen Sparren belaſten. Um dem Dache bei dieſen Abſaͤtzen den erforderlichen Abfall zu geben, iſt ſelbiges, wie vorge— dacht, uͤber die halbe Tiefe hoch gemacht worden.

Alles uͤbrige zur deutlichen Beurtheilung dieſes Verbandes wird hinlaͤnglich aus den Zeichnungen zu erſehen ſeyn, und was die Conſtruction des uͤbrigen Ausbaues be⸗ trifft, ſo beziehe ich mich auf das, was vorher bei den Korn⸗Magazinen daruͤber ge⸗ ſagt worden. Nur iſt noch anzumerken„ daß, weil ein eindringender Regen dem Salze ganz außerordentlich nachtheilig iſt, hier, anſtatt der vorgedachten Drathgitter, ordentliche Glasfenſter angelegt werden muͤſſen. Die Lukenthuͤren dienen dann nur zur Sicherheit, daher ſolche auch in den obern Etagen weggelaſſen, und in der untern Etage anſtatt derſelben auch Traillen eingeſetzt werden koͤnnen.

Conſtruction§. 117.

eines Digt. Diejenigen Magazin-Gebaͤude, in welchen loſes Salz aufgeſchuͤttet wird, erfor⸗ Tor lußs dern eine ganz vorzuͤglich ſolide Conſtruction. Denn da in denſelben das Salz zuwei⸗

Salz aefge len bis ſechs und mehrere Fuß hoch aufgeſchuͤttet wird, ſo werden nicht nur die Fuß⸗ ſchuͤttet wird,