Teil eines Werkes 
3,1 (1811) Anweisung zur landwirthschaftlichen Baukunst : mit illuminirten Kupfern ; Theil 1, Abth. 1
Entstehung
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Conſtruction eines Salz⸗ Magazins.

224 Zweiter Abſchn. Von Anlage u. Conſtruct. ſolcher Gebaͤude,

Flur, bei groͤßerer Laͤnge aber ſind der Bequemlichkeit wegen zwei und mehrere Flu⸗

re, und außerdem mehrere Thuͤren anzulegen. Ob eine, oder mehrere Durchfahrten

erforderlich ſind, kann nur durch die jedesmahlige Localitaͤt beſtimmt werden.

In ſolchen Fluren ſind die, durch alle Etagen fuͤhrenden Treppen von 4 bis 5 Fuß Breite mit Podeſten oder Ruheplaͤtzen verſehen. Desgleichen befindet ſich in je⸗ dem Boden uͤber dem mittlern Flur oder Durchfahrt ein Windeloch von wenigſtens 5 Fuß Laͤnge und 4 Fuß Breite, mit Klappthuͤren verſehen. Auch iſt zu dieſem En— de auf dem Dachboden eine Winde, wie ſolche bereits im zweiten Theile angegeben worden, anzulegen. Dieſes Windeloch muß in jeder Balkenlage mit Vorſicht ausge— trumpft werden, weil die bloßen Zwiſchenweiten der Balken dazu zu eng ſind.

Zwiſchen jeder Binderweite in beiden Fronten ein Fenſter, und uͤber jedem der⸗ ſelben ein Dachfenſter anzubringen, iſt zur Erhaltung des noͤthigen Lichts und der Luft in Salz-Magazinen hinlaͤnglich. Die Fenſter werden in den maſſiven Fronten zwiſchen 3 bis 3 ½ Fuß breit, und ungefaͤhr 4 Fuß hoch gemacht.

Der unterſte Fußboden braucht nicht eigentlich, ſo wie bei den Korn-Magazi— nen, von unten hohl, ſondern nur etwas gegen das aͤußere Terrain erhoͤht und gepfla⸗ ſtert zu ſeyn. Die beſte Pflaſterung iſt mit Mauerſteinen auf der hohen Kante mit Kalk vergoſſen; weniger gut iſt die Pflaſterung mit Mauerſteinen auf der flachen Sei⸗ te, beſſer dann und wohlfeiler iſt die Pflaſterung mit Feldſteinen.

Die Balken der obern Boͤden werden, wie ſich von ſelbſt verſteht, nicht ausge⸗ ſtackt, ſondern nur mit Dielen belegt. Die Dielung in Salz⸗-Magazinen, in welchen das Salz in Tonnen aufbewahrt wird, braucht nur von rauhen und nicht geſpundeten, jedoch gefuͤgten Brettern zu geſchehen. In Hinſicht auf die große Laſt muͤſſen es aber hinlaͤnglich ſtarke Bretter ſeyn.

§. 116.

Zur Conſtruction eines zwei Etagen hohen Salz⸗Magazins, wie ſolches vor kurzem hier in Berlin neu erbauet worden iſt, liefere ich in den Figuren 125 A B C DEF und G eine Anweiſung, zu deren Erlaͤuterung folgendes zu bemerken iſt.

Die Laͤnge dieſes Magazins iſt 171½ Fuß, die Diefe 39 Fuß, die Hoͤhe der er⸗ ſten Etage im Lichten 10 Fuß, die der zweiten 9 Fuß; das Dach an ſich aber iſt, aus nachher zu beſchreibenden Urſachen 21 Fuß hoch. Die vier Umfaſſungsmauern nebſt den Scheidewaͤnden, welche den Flur abtheilen(ſiehe Fig. F), ſind ſaͤmmtlich maſ⸗ ſiv, und zwar ſind in der erſten Etage die Fronten 3 Stein, die Giebel 2 Stein, und die Flurwaͤnde 1 ½ Stein, in der zweiten Etage die Fronten 2 ½ Stein, die Giebel 1½ Stein ſtark.—

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d. deſ Jakn