Teil eines Werkes 
1 (1797) Handbuch der Land-Bau-Kunst, vorzüglich in Rücksicht auf die Construction der Wohn- und Wirthschafts-Gebäude für angehende Cameral-Baumeister und Oeconomen. 1
Entstehung
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I Erſter Abſchnitt. §. 10. Die Feldſteine Die Feldſteine koͤnnen jedoch auch in ihrer natuͤrlichen irregulaͤren Geſtalt, koͤnnen in zu Fundamenten und Mauern uͤber der Erde gebraucht werden. Sie werden aber ihen werui auch, theils wegen der beſſern Lage und um ihnen zur Verbindung unter einander gebraucht oder in den Mauern, eine geſchicktere Figur zu geben, theils um den Transport großer

eiced Feldſteine zu erleichtern, zuweilen in kleinere Stuͤcke zertheilt; dies geſchieht ent⸗

ver geſprengt

an den erhitzten Stein mit einem großen eiſernen Schmiedehammer(Poſſekel) anſchlaͤgt, oder ſie werden mit Pulver geſprenget, d. i. mit eiſernen Bohrern, Löcher darin gemacht, ſelbige mit Pulver geladen und angezuͤndet, man findet faſt aller Orten Leute, die mit dieſer Arbeit umzugehen wiſſen, und dieſes Sprengen gewoͤhnlich in Verding uͤbernehmen, da denn gemeiniglich fuͤr jeden Zoll zu bohren, mit Inbegriff der Geraͤthſchaften, welche der Arbeiter ſelbſt halten, ſo wie auch das Pulver anſchaffen muß, ein Groſchen bezahlt wird.

Weil das gewoͤhnliche Sprengen mit Pulver ſehr bekannt iſt, ſo wuͤrde die

Beſchreibung dieſes Geſchaͤfts hier uͤberfluͤſſig ſeyn.

§. 11. Seſchreibung Die Zerſtuͤckung oder eigentlich das Spalten großer auf dem Felde liegender des Spaltens Feldſteine kann auch vermittelſt eingetriebener Keile geſchehen, wodurch man große

4 ld⸗ beihe 85 und mehrentheils mit geraden Flaͤchen verſehene Stuͤcke erhaͤlt, die vorzuͤglich zum

eiſernen Kei⸗ Bau der kleinen Feldbruͤcken ſehr vortheilhaft angewandt werden koͤnnen. Zu dieſer

ke. Arbeit ſind zuvoͤrderſt nachſtehende Geraͤthſchaften erforderlich: Vier Stuͤck Picken Fig. 1. von gutem Eiſen, zehen Zoll lang, einen Zoll breit, an beiden Enden gut verſtaͤhlt, die aber doch beim Gebrauch alle drei bis vier Tage geſchaͤrft und nach drei- bis viermaligen Schaͤrfen auch wohl ſchon wieder verſtaͤhlt werden muͤſſen.

Zehn Stuͤck ſcharf abgeſchmiedete Keile, Fig. 2. von weichem unverſtaͤhltem

eiſen, fuͤnf Zoll lang, ein und einen halhem Zoll breit, jedoch auch einige kleinere von weichem Eiſen.

Ein großer Hammer, oder ſogenannter poſekel, Fig. 3. deſſen untere Kante verſtaͤhlt ſeyn muß.

Sechszehn bis zwanzig eiſerne Blechſtuͤcke, Fig. 4. vier und einen halben Zoll

lang, zwei und einen viertel Zoll breit, oben bei ab, einen achtel Zoll dick, und an der untern Kante c d. zugeſchaͤrft.

weder blos durch Erhitzung mit Feuer von leichtflammenden Holze, welches auf werden. derjenigen Seite angemacht wird, wo die Luft eben herkommt, und indem man