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geweſen. Der erſte war der von Stahl, wel⸗
cher die Menge des Pflogiſton aus der, nach lang⸗ ſamer Verbrennnug uͤbrigbleibenden Saͤure berech⸗ nete; da aber viel von der Saͤure ſowohl, als dem Pflogiſton zerſtreuet, auch die uͤbriggebliebene Saͤure pflogiſtiſirt war, und viel Feuchtigkeit von der Luft anzog, ſo konnte aus dieſem Verſuche gar kein Schluß gezogen werden. Die zweyte Art war, eine Schwefelleber zu bereiten, und dieſe durch eine ge⸗
linde lange fortgeſezte Hitze in einen vitrioliſchen
Weinſtein zu verwandeln, und das Gewicht dann zu berechnen, welches eine gegebene Menge Alkali durch dieſe Behandlung gewinnen wuͤrde, dieſes war auch von Stahl erfunden, und durch Brandt und
Neumann befolgt, und hiernach beſtimmten ſie, daß das Verhaͤltniß des Pflogiſton zu der Saͤure bey⸗ nahe ſey, wie 1 zu 16. Aber waͤhrend der Bil⸗ dung der Schwefelleber, ſo wohl durch den naſſen als durch den trocknen Weg, wird vieles von dem Pflogiſton und der Saͤure zerſtreuet, wie der Dunſt und der Geruch, welcher davon entſteht, deutlich zeigt; auch enthielt ihr Alkali fixe Luft, welche es waͤhrend der Operation verlor, und wovon ſie keine Berechnung machten, weil ſie das Daſeyn derſelben nicht wußten, und der nitrialiſche Weinſtein, welchen ſie bildeten, oder das polychreſt Salz, hielt viel un⸗ zerſezten Schwefel zuruͤck, welches allezeit geſchieht, wenn es nicht ſtark erhizt wird; daß alſo auch dieſe Art ſehr fehlerhaft war. Doch ſchloſſen einige nachherige Chymiſten, welche dieſen Verſuch mit mehrern Fleiß machten, daraus, daß Schwe⸗ fel
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