110— depflogiſtiſirten Theil der Atmosphaͤre angezogen, welcher unmittelbar von dem Waſſer, aus dem die Luft heraus gekocht war, eingeſogen wird; die pflo⸗ giſtiſirte Luft wird alſo dadurch zerſezt, und zum Theil in fixe Luft verwandelt, welche das Kalch⸗ waſſer truͤbe macht. Auch wird ein Theil der fixen Luft zerſezt, wie wir gleich ſehen werden, und daher kommt der Grad der Reinigkeit, welchen ſie erhaͤlt. Ferner, wenn der elektriſche Funke durch fixe Luft geht; ſo werden drey Viertel davon unaufloͤsbar in Waſſer gemacht werden, und wahrſcheinlich wuͤrde das Ganze ſo werden, wenn die Operation lange ge⸗ nug fortgeſezt wuͤrde.(1. Pr. 248) Bey dieſem unaufloͤsbaren Ueberbleibſel fand Herr Fontana, daß es pflogiſtiſirte Luft ſey, und daß, wenn dieſe pflogiſtiſirte Luft in Waſſer geſchuͤttelt wurde(deſſen Oberflaͤche der Atmosphaͤre ausgeſezt war) ſolche wiederum gemeine Luft wurde,(Recherches Phyſi- ques 77) das iſt, ſie wird beynahe einen glei⸗ chen Grad der Reinigkeit erlangen, wie die gemeine Luft. Dieſes beſtaͤtigt voͤllig alles dasjenige, was bisher in Betracht dieſer Luftarten geſagt worden iſt; ebenfalls, wenn man eine Miſchung von Eiſen— feilſpaͤnen und Schwefel, die zu einem Teig gemacht ſind, der fixen Luft ausſezt, und jene in eine in— nere Bewegung geraͤth; ſo wird ein Theil der fixen Luft in pflogiſtiſirte Luft verwandelt werden.(3 Pr. 257) Eben ſo fand er in einem andern, eben ſo be— ſondern Verſuche, daß Vitriolluft durch die allmaͤh⸗ lige Ausduͤnſtung des Pflogiſton, aus einer Aufioͤ⸗ ſung dieſer Luft im Waſſer, in Schwefel verwandelt werde;
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