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fixen Luft ſo betraͤchtlich, daß auf keine Weiſe ange⸗ nommen werden kann, daß ſie vorher vorhanden geweſen, da ihre Eigenſchaften Jenen, der depflo⸗ giſtiſirten Luft eigenen, ſo ſehr entgegen ge⸗ ſezt ſind.
Hierauf hat man geantwortet, daß fire Luft in gemeiner Luft mit irgend einem unbekannten Grund⸗ ſtoffe verbunden ſey, welcher ſie ſtaͤrker anziehe als gemeiner Kalch; aber daß ſie von dieſem Grundſtoffe durch das, in pflogiſtiſchen Prozeſſen entbundene Pflogiſton niedergeſchlagen werde, da es durch dieſen Grundſtoff noch ſtaͤrker angezogen wuͤrde; und zwey⸗ tens, daß die Verringerung im Gewicht und Um⸗ fang, der einathmungsfaͤhigen Luft in pflogiſtiſchen Prozeſſen, nicht gaͤnzlich von der Trennung der ſixen Luft, ſondern von irgend einer andern Urſache ent⸗ ſpringe.
Aber keine von dieſen Antworten iſt genugthuend; denn die Vorausſetzung einer ſolchen Grundlage iſt offenbar willkuͤhrlich, da ſolche durch keinen Verſuch unterſtuͤzt wird. Es iſt auch gegen die Analogie, da kein Beyſpiel von Trennung der fixen Luft, noch auch einer Saͤure, von irgend einer Subſtanz, blos durch die groͤßere Verwandſchaft des Pflogiſton mit einer ſolchen Subſtanz, vorhanden iſt. Sie iſt auch unzulaͤnglich fuͤr die Abſicht, zu welcher ſie die⸗ nen ſoll; denn von depflogiſtiſirter Luft koͤnnen 97 Theile von 100, durch pflogiſtiſche Prozeſſe in fixe Luft verwandelt werden; und kann man ſich einbil⸗ den, daß 97 Theile in 1 00 von jener blos fire Luft
waͤre,
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